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Interview

"Ich denke, wir können es ohne Lockdown schaffen“

Bernhard Benka hat für „Ärzte ohne Grenzen“ und im Gesundheitsministerium gearbeitet. Seit gestern, Mittwoch, ist der 45-Jährige zuständig für den Bereich „Öffentliche Gesundheit“ in der Ages
Bernhard Benka hat für „Ärzte ohne Grenzen“ und im Gesundheitsministerium gearbeitet. Seit gestern, Mittwoch, ist der 45-Jährige zuständig für den Bereich „Öffentliche Gesundheit“ in der AgesDaniel Novotny
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Bernhard Benka, Nachfolger von Franz Allerberger an der Ages-Spitze, ist für eine Impfpflicht in Spitälern und warnt vor neuen Pandemien.

Die Presse: Die Virologin Dorothee von Laer rechnet mit einem weiteren Lockdown, wenn die Infektionskurve nicht bald abflacht. Sie auch?

Bernhard Benka: Es ist schwer zu sagen, was in den nächsten zwei, drei Wochen passieren wird: Die Schule beginnt, man wird die Reiserückkehrer spüren, es wird kühler und wir verbringen mehr Zeit in Innenräumen. Ich rechne daher schon mit steigenden Infektionszahlen. Die Frage ist, wie sich das mit den Impfungen aufsummiert, die noch immer zu wenige sind, weswegen wir jetzt möglichst spezialisierte Impfkampagnen brauchen. Persönlich denke ich, dass wir es ohne großflächigen Lockdown schaffen können, dass allenfalls regionale Verschärfungen reichen.

Ihr Vorgänger, Franz Allerberger, hielt Lockdowns rückblickend für unnötig. Sie selbst waren im Gesundheitsministerium tätig, als die Lockdowns beschlossen wurden. Halten Sie Lockdowns für effektiv?