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Dritter Stich

Wien beginnt mit Auffrischungsimpfungen in Pflegeheimen

Drittstiche könnten bald auch im niedergelassenen Bereich gesetzt werden, in diesen Fällen seien Termine direkt mit den Ordinationen zu vereinbaren.
Drittstiche könnten bald auch im niedergelassenen Bereich gesetzt werden, in diesen Fällen seien Termine direkt mit den Ordinationen zu vereinbaren.(c) APA/AFP/THOMAS KIENZLE (THOMAS KIENZLE)
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Mitarbeiter im Gesundheits- und Pflegebereich sind ab Montag an der Reihe. Parallel dazu können sich alle Wiener ab Freitag über das Impfservice der Stadt für ihren dritten Stich anmelden.

Früher als geplant haben am Donnerstag in Wien die Corona-Auffrischungsimpfungen begonnen. Den Anfang machte das Liesinger Pflegeheim St. Barbara der Caritas. "Nachdem die Vorbereitungen für die dritte Impfung gegen Covid-19 in Wien abgeschlossen sind, beginnen wir unverzüglich die Bewohnerinnen und Bewohner in den Wiener Pflegewohnhäusern weiter gegen das Virus zu immunisieren", betonte Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ).

Ab (morgigem) Freitag ist es parallel dazu auch möglich, sich online über impfservice.wien und telefonisch über 1450 für eine dritte Impfung anzumelden, teilte die Stadt in der Aussendung mit. Drittstiche könnten zudem im niedergelassenen Bereich gesetzt werden, in diesen Fällen seien Termine direkt mit den Ordinationen zu vereinbaren. Mitarbeiter im Gesundheits- und Pflegebereich, die ihre Zweitimpfung bereits im Jänner bzw. im Februar/März erhalten haben, können in Wien ab kommendem Montag ihre Auffrischung erhalten.

"Durch die rasche Vorgangsweise können wir den Wienerinnen und Wienern, aber besonders allen gefährdeten Personen garantieren, dass ihr Schutz gegen das Virus bestmöglich aufrechterhalten bleibt", erläuterte Ludwig. "Zu den Erst- und Zweitimpfungen im Winter und Frühjahr dieses Jahres gibt es einen wesentlichen Unterschied - einen Impfstoffmangel wird es nicht mehr geben", versicherte Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ).

Die Bewohner der über 100 Wiener Pflegeheime werden im Laufe des Septembers und Oktobers die dritte Impfung gegen Covid-19 erhalten. "Wir sehen in all unseren Pflegewohnhäusern: Die Impfung bedeutet eine Rückkehr zu mehr Normalität. Sie schützt Bewohnerinnen und Bewohner, sie bedeutet Sicherheit für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und sie entlastet die Angehörigen", erläuterte Klaus Schwertner, geschäftsführender Direktor der Caritas der Erzdiözese Wien.

Mindestens sechs Monate nach Zweitstich für Risikopatienten

Das Nationale Impfgremium empfiehlt für Personen ab 65 Jahren, Hochrisiko- und Risikopatienten sowie Personen, die den Impfstoff AstraZeneca und Johnson&Johnson bekommen haben, einen Drittstich sechs bis neun Monate nach dem Zweitstich, für gesunde Personen wird ein zeitlicher Abstand von neun bis zwölf Monate empfohlen.

Aufgefrischt wird in Wien entsprechend der Vorgaben für die Drittimpfungen nur mit den Impfstoffen der Hersteller Biontech/Pfizer und Moderna.

Auch Kärnten startet noch im September

Kärnten startet noch im September mit den Covid-Drittimpfungen. Das erklärte der Coronabeauftragte Gerd Kurath am Donnerstag in einem Pressegespräch. Begonnen wird mit einer Priorisierung wie im Jänner, zuerst kommen die Alters- und Pflegeheime und die über 80-Jährigen dran. Laut Experten sollte die Booster-Impfung ab 65 Jahren zwischen dem sechsten und neunten Monat nach der Vollimmunisierung erfolgen. Bei Personen zwischen zwölf und 65 Jahren sind es neun bis zwölf Monate.

Die Kosten werden wie im Jänner von der Österreichischen Gesundheitskasse übernommen, allerdings nicht mehr die Organisation der Impfungen. Diese trägt nun das Land Kärnten.

Ende September will man im Bundesland anfangen in den Schulen zu impfen, entweder durch Schulärzte an Ort und Stelle oder durch mobile Impfteams. Diese könnten in den kommenden Wochen auch vor Einkaufszentren oder bei Veranstaltungen eingesetzt werden.

(APA)