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Interim-Management

Interim-Markt zieht wieder an

Mit dem Markt für Interim-Manager geht es aufwärts.
Mit dem Markt für Interim-Manager geht es aufwärts.Erwin Wodicka
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Nach zähem Vorjahr deutliches Interesse für Digitalisierung und alternative Energien.

Für die Interim-Branche war 2020 kein gutes Jahr. Zum Jahresende, zählt Heuse Interim Management nach Befragung von 1000 D-A-CH Interim Managern, hatte nur jeder Zweite ein Projekt am Laufen. Die traditionell wichtigsten Branchen – Automotive, Maschinen- und Anlagenbau sowie Metall- und Elektroindustrie – hatten ausgelassen. Nachfrage kam, wenn überhaupt, aus Healthcare, IT, Bau und Handel. Sie war so gering wie seit acht Jahren nicht.

Nun zieht der Markt wieder an. Gar „phänomenal“ ist laut Heuse die Prognose für das laufende Q3/2021. Das hat zwei Seiten. Einerseits demonstrieren die Kundenunternehmen deutliches Interesse an Kandidatenvorschlägen von „Providern“, also Vermittlungsorganisationen (73 Prozent Interesse im Q3/2021 im Vergleich zu 14 Prozent, Tiefstwert im Q3/ 2020). Andererseits sind Interim-Manager nun nicht mehr so leicht verfügbar (30 zu 75 Prozent). 2020 hatten sie gelernt, verstärkt für sich selbst zu akquirieren.

Immer noch ist Interim-Management ein Thema für vorwiegend männliche Persönlichkeiten. Der Löwenanteil liegt in der Altersgruppe 50 bis 60 Jahre, der Frauenanteil beträgt magere zehn Prozent. Aktuell sind die meist gefragten Themen Digitalisierung und Alternativenergie.

("Die Presse" Ausgabe von 4. September 2021)