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Quergeschrieben

Wer sich selbst verachtet kann keinen Krieg gewinnen

Wenn Talibane, Mullahs oder Boko-Haram-Kämpfer auf den Westen schauen, sehen sie einen eher bemitleidenswerten Haufen, der nicht weiß, wofür er steht.

Gastkommentare und Beiträge von externen Autoren müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen.

In gut einer Woche, am 11. September, wird es genau 20 Jahre her sein, dass islamistische Terroristen das World Trade Center und das Pentagon mit entführten Linienflugzeugen angriffen und dabei 2996 Menschen töteten. Dass der schmachvolle und irgendwie zutiefst unzivilisierte Abzug des Westens aus Afghanistan, von wo aus die Attacken gesteuert worden sind, just rund um diesen Jahrestag geschieht, ist nicht nur auf der Symbolebene bemerkenswert.

Denn jene zwei Jahrzehnte definieren eine Phase, die man nicht anders beschreiben kann als eine des sich beschleunigenden Niedergangs auf nahezu allen relevanten Feldern, von der militärischen Macht über die ökonomische Potenz bis hin, und das wiegt viel schwerer, zur Zukunftstauglichkeit der westlichen Nationen. Man muss kein trübsinniger Kulturpessimist sein, um zu diesem Befund zu kommen, die Fähigkeit, Statistiken zu lesen, reicht.