Datenschutzmängel

WhatsApp muss in der Türkei 200.000 Euro Strafe zahlen

Die irische Datenschutzkommission verhängte am Vortag eine Strafe von 225 Millionen Euro gegen den Messengerdienst.

Wegen ungenügenden Schutzes von Nutzerdaten hat die Türkei eine Strafe von umgerechnet 200.000 Euro gegen den Messengerdienst WhatsApp verhängt. Die Facebook-Tochter schütze die Daten der Nutzer nicht ausreichend, erklärte die türkische Datenschutzbehörde KVKK am Freitag. Zugleich warf die Behörde dem Unternehmen vor, mit seinen geänderten Nutzungsbedingungen den "freien Willen" der Nutzer zu untergraben.

WhatsApp hatte vor einigen Monaten Änderungen eingeführt, die es dem Unternehmen ermöglichen, mehr persönliche Daten an sich zu ziehen, einschließlich Telefonnummern und Aufenthaltsorte der Nutzer. Einerseits hieß es, die Änderung gelte für alle, die ihr zustimmten. Andererseits können Nutzer die Änderung nicht ablehnen, ohne den Messengerdienst WhatsApp ganz zu kappen.

Die Entscheidung der Türkei kommt einen Tag nach einer entsprechenden Entscheidung aus Irland. Die irische Datenschutzkommission DPC verhängte gegen den Messengerdienst eine Strafe von 225 Millionen Euro.

(APA)

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