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Doppelinterview

„Ohne Fiskalunion geht es nicht“

Erste-Group-Chef Spalt und AUA-Chef von Hoensbroech haben eine gemeinsame Mission: Sie plädieren für ein starkes, geschlossenes Europa.
Erste-Group-Chef Spalt und AUA-Chef von Hoensbroech haben eine gemeinsame Mission: Sie plädieren für ein starkes, geschlossenes Europa.Caio Kauffmann
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Erste-Group-Chef Bernhard Spalt und AUA-Chef Alexis von Hoensbroech plädieren für die Vereinigten Staaten von Europa inklusive Fiskalunion. Es könne nicht sein, dass Europa auf jede Krise mit Verhüttelung und Kleinstaatlichkeit reagiert, während die USA und China gerade in schwierigen Zeiten Geschlossenheit demonstrieren. So verliere Europa an Wettbewerbsfähigkeit.

Zwei Manager, zwei Krisen. Herr Spalt, die Erste Group war quasi das Opfer der Finanzkrise. Herr Von Hoensbroech, die AUA ist von der aktuellen Krise betroffen. Welche Lehren haben Sie aus den jeweiligen Krisen gezogen?

Bernhard Spalt: Alles steht und fällt mit guten Notfallplänen. Wir haben das jetzt ja auch gesehen. Wir waren alle in der Lage, unseren Arbeitsmodus umzustellen, und wir funktionieren. Die Kunst des Risk-Managements ist es, auf geänderte Bedingungen vorbereitet zu sein.

Was erlebt man als Manager in so einer Krise?

Spalt: Man sieht, dass die Länder sofort in den Ländermodus geschaltet haben. Das war auch damals bei der Finanzkrise der Fall. Der freie Kapitalverkehr wurde eingeschränkt, Grenzen sind zugegangen. Jeder hat seinen eigenen kleinen Gartenzaun errichtet. Es scheint ein Reflex zu sein, auf Krisen mit Verhüttelung zu reagieren. Aber das hilft nicht.