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Spielraum

Der Spa-Eklat und seine Folgen

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Wetten, dass weder F1 noch FIA an Regeln und Geschäftsmodell kratzen werden? Nur die Zuschauer könnten etwas ändern.

Formel-1-Fans, ja, die gibt es noch, haben es wirklich nicht leicht. Wer sich Sonntag für Sonntag einer Rennserie widmet, deren anachronistische Events nach der ersten Kurve oder beim Reifenwechsel entschieden werden, bei denen Überholmanöver eine Rarität sind und Team-Order jedes Rennen lenken, der hat tatsächlich eine sehr weitläufige Belastungsgrenze. Verkommt das Ganze jedoch wie zuletzt beim GP in Spa endgültig zur Lächerlichkeit nach drei Stunden Warterei und einem – vorhergesagten – Abbruch nach zwei Runden, ist die Sinnfrage nicht länger auszubremsen.

Natürlich, es ging der Rennserie in Besitz des US-Unternehmens Liberty Media rein um kommerzielle Aspekte. Weil es kein Ausfall sein durfte, der Eintritts- und womöglich Sponsorgelder gekostet hätte, wurde es durchgezogen. Hauptsache, die Geldgeber sind im Bild. Dass TV-Stationen wie der ORF mitspielen mussten und sinnbefreite Bilder des stundenlangen Wartens (wie beim Skispringen bei Windproblemen) zeigten, stellt Abo-Gebühren oder GIS-Abgabe schwer infrage.