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Urschitz meint

Die EZB und ihr Pest-oder-Cholera-Problem

APA/AFP/ARMANDO BABANI
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Zu viel staatlicher Einfluss engt den Spielraum der Notenbank gefährlich ein.

Sollten wir uns um die deutlich erhöhten Inflationsraten Sorgen machen? Jein, wir haben ja eine Europäische Zentralbank, deren Mandat die Preisstabilität in der Eurozone ist und die dafür den geeigneten Werkzeugkasten besitzt.

Größere Sorgen sollten wir uns jedoch darüber machen, dass diese EZB keinerlei Anstalten macht, dieses Werkzeug auch einzusetzen. Mit der mantraartigen Begründung, dass es sich ohnehin nur um ein sehr kurzfristiges Phänomen handelt, das schon im nächsten Jahr Geschichte sein wird – eine Ansicht, die von vielen Ökonomen sehr ernsthaft bezweifelt wird. Und woher kommt dieser zur Schau getragene Zweckoptimismus? Das deutsche Wirtschaftsforschungsinstitut ZEW hat da seit einiger Zeit einen schlimmen Verdacht: fiskalische Dominanz.