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Prozess

Aufdecker, Geschäftemacher, Dealer?

Julian Hessenthaler (Bildmitte) trat auch im Ibiza-U-Ausschuss auf.
Julian Hessenthaler (Bildmitte) trat auch im Ibiza-U-Ausschuss auf.APA/Roland Schlager
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Der Produzent des Ibiza-Videos, Julian Hessenthaler, steht am Mittwoch als mutmaßlicher Kokainhändler vor Gericht. Er sagt, er habe nur ein Sittenbild der FPÖ zeichnen wollen.

Die Anklagepunkte wirken ein bisschen so, als ob sie nicht „dazu“ passen würden. Mit „dazu“ ist das Ibiza-Video gemeint. Wenn nämlich am Mittwoch der Produzent desselben in St. Pölten vor Gericht steht, wird es gar nicht um die im Sommer 2017 errichtete Kamerafalle gehen, in die die damaligen FPÖ-Frontmänner Heinz-Christian Strache und Johann Gudenus hineintappten – sondern um Drogenhandel.

Auf der Anklageschrift („Die Presse“ berichtete) mag „Ibiza“ quasi draufstehen – drinnen ist die Affäre, die das Ende der türkis-blauen Koalition bedeutete, aber nicht. Vielmehr lautet der Hauptvorwurf so: „Julian Hessenthaler hat Slaven K. in wiederholten Angriffen vorschriftswidrig Suchtgift, nämlich Kokain mit einem Reinheitsgehalt von zumindest 70 Prozent (...), durch gewinnbringenden Verkauf zu einem Grammpreis von 40 Euro überlassen (...).“ Und zwar ab dem Frühling 2017 in Salzburg, Niederösterreich und Oberösterreich. In Summe sollen es gut 1,2 Kilogramm gewesen sein.