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China will Exportquote für rare Rohstoffe weiter kürzen

China will Exportquote für rare Rohstoffe weiter kürzen
(c) Reuters (Stringer Shanghai)
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In China werden mehr als 90 Prozent der sogenannten "Seltenen Erden" gefördert. Sie werden in Computern, DVD-Spielern und Akkus verwendet. Westliche Unternehmen fürchten nun um ihre Wettbewerbsfähigkeit.

China wird einem Zeitungsbericht zufolge die Exportquoten für seltene Metalle im kommenden Jahr um bis zu 30 Prozent weiter reduzieren. Das meldete die Zeitung "China Daily" am Dienstag unter Berufung auf einen Mitarbeiter des Handelsministeriums. Die Volksrepublik kontrolliert 97 Prozent des Marktes für Seltene Erden, die unter anderem in Computern, DVD-Spielern, leistungsstarken Akkus, Hybrid-Akkus und Windturbinen eingesetzt werden.

In China werden mehr als 90 Prozent der Seltenen Erden gefördert. Das Land hat seine Exportquoten seit 2005 reduziert. In diesem Jahr wurden sie um 40 Prozent gegenüber 2009 gekürzt.

"Die Nervosität wird immer größer"

In der deutschen Wirtschaft wächst bereits die Sorge vor einer zunehmenden Knappheit seltener Technologiemetalle. "Die Nervosität in den Unternehmen wird immer größer und größer", sagte Salzgitter-Aufsichtsratschef Rainer Thieme kürzlich bei der Vorstellung einer Studie.

Demnach rechnen mehr als die Hälfte der 100 befragten Unternehmen aus der metallverarbeitenden Industrie bei bestimmten Rohstoffen mit drastischen Preiserhöhungen, die zu empfindlichen Kostensteigerungen führen könnten. Knapp ein Drittel befürchtet, dass eine weitere Verknappung der Technologiemetalle die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen gefährden könnte.

(Ag.)