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ÖFB-Präsident

Der neue Fußball-Chef

GEPA pictures/ Walter Luger
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Gerhard Milletich oder Roland Schmid, wer gewinnt am Samstag die Wahl und wird Nachfolger von Leo Windtner? Ein Coup ist möglich.

Österreichs Fußball steht heute vor einer großen Weichenstellung. Bei der Suche nach einem Nachfolger von Leo Windtner als ÖFB-Präsident stehen in einem Salzburger Hotel zwei „Hearings“ an. Gerhard Milletich, 65, und Roland Schmid, 45, präsentieren ihre Vorhaben. Neun Vertreter der Landesverbände und Ligapräsident Philip Thonhauser wählen anschließend den neuen, mächtigsten Fußball-Funktionär. Gegen 19 Uhr soll das Ergebnis bekannt gegeben werden – und im (SPÖ-nahen) Lager von Milletich herrschte Nervosität.

Eine klare Tendenz zeichnete sich im Vorfeld nicht ab. Milletich, der Unternehmer (Bohmann Verlag, 120 Mitarbeiter) steht seit 2012 dem burgenländischen Verband vor, hat langjährige Funktionärserfahrung, ist auch im Amateur- und Breitensport unterwegs und gilt als der Kandidat „von innen“. Doch Schmid, dem von vielen Seiten mehr „Reformfreude“ und neue Ideen (auch in der akuten Teamchef-Frage) zugestanden werden, soll mit seinem Knowhow zu Immobilien (der ÖFB sucht ein neues Heim) und seinem finanziellen Einsatz (Förderungen, Hilfen) manch Verband überzeugt haben. Tirol schlug ihn vor, Salzburg und Vorarlberg wollen mitziehen. Oberösterreich scheint auch eher geneigt zu sein, Schmid zu wählen – und die Liga wird ihre Stimmen im Bock dem Kandidaten geben, der im Präsidium die Mehrheit hat.

Der Wiener Schmid begann seine Karriere als Kundenbetreuer bei der Bawag. Der „Data-Mining-Experte“ und Fußball-Fan gründete 2007 sein Unternehmen „IMMOunited“ und ist seitdem im Sportsponsoring (Dukes und FC Klosterneuburg, Vienna) stark präsent. 2019 scheiterte er noch beim Versuch, Rapid-Präsident zu werden. 2021 steht der Start-up-Millionär vor der Wahl zum ÖFB-Chef. (dat)