Bildung

Faßmann für eine kürzere Quarantäne

Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP)
Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP)(c) imago images/SEPA.Media (Michael Indra via www.imago-images.de)
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Schüler sollen sich schon nach fünf Tagen freitesten können. Außerdem wird nicht mehr die ganze Klasse in Quarantäne geschickt.

Wien. Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) will die Quarantäne in den Schulen verkürzen – und zwar auf fünf Tage, wie „Die Presse“ im Bildungsministerium erfahren hat. Danach sollen sich die Schüler (mit einem PCR-Test) freitesten können. Derzeit beträgt die Quarantänezeit zwei Wochen, mit einer Freitestmöglichkeit nach zehn Tagen.

Außerdem sollen – laut Faßmann – künftig nicht mehr alle Schüler in Quarantäne geschickt werden, wenn ein Klassenkollege positiv getestet wurde. Im Einzelfall entscheidet zwar die Gesundheitsbehörde (dabei wird die epidemiologische Lage in der Region herangezogen), aber von der Regierung gibt es die grundsätzliche Vorgabe, nur noch das unmittelbare Umfeld des infizierten Schülers daheim zu isolieren, also im Wesentlichen die Sitznachbarn. Ab dem zweiten Fall in einer Klasse sollen dann nur die ungeimpften Schüler in den Heimunterricht geschickt werden. Volksschüler werden ohnehin wie Geimpfte behandelt.

Hintergrund könnte sein, dass in Wien bereits in der ersten Schulwoche etliche Schüler in Quarantäne mussten. Wobei es vorerst keine offiziellen Zahlen dazu gibt. Am Freitag wurde bekannt, dass in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland bisher 280 positive PCR-Tests verbucht wurden – wobei aus Wien nur die Ergebnisse für die Volksschulen vorliegen.

Erst am Wochenende haben sich Mediziner für einheitliche Quarantäneregeln in den Schulen ausgesprochen und dafür plädiert, dass nicht die gesamte Klasse in Quarantäne muss. Heinz Faßmann hat diesen Vorschlag ausdrücklich begrüßt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.09.2021)

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