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Quergeschrieben

Aus „dauerhaftem Frieden“ wurde eine Schwächung der Demokratie

(c) imago images/ZUMA Wire (Phobthum Yingpaiboonsuk via www.imago-images.de)
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Wenn heute des Terroranschlags vom 11. September 2001 gedacht wird, sollte man auch an die Spätfolgen für die USA und den gesamten Westen denken.

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Heute vor 20 Jahren stand die Welt still, als die beiden Türme des World Trade Centers in New York in sich zusammenkrachten. Heute wird der damals amtierende US-Präsident, George W. Bush, in Shanksville, Pennsylvania, an das Rednerpult treten – dort, wo am 11. September 2001 der Flug 93 von den Passagieren zum Absturz gebracht wurde, bevor das Flugzeug Washington erreichen konnte. Was geht in seinem Kopf vor, wissend, dass die Operation „Enduring Freedom“ („Dauerhafter Frieden“) zwei Jahrzehnte später zu einer dauerhaften Krise der Demokratie in den USA geführt hat?

Damals vor 20 Jahren waren die Spätfolgen des Terroranschlags unvorstellbar. In den zwei Jahren danach haben die Einflüsterer aus dem neokonservativen Lager sprichwörtlich das Kommando übernommen. Die USA und der Westen stehen nach dem katastrophalen Abzug aus Afghanistan und dem Versagen im Irak vor den Trümmern ihrer Politik. Können sie sich heute in den Spiegel schauen? Bushs Vizepräsident Dick Cheney, Paul Wolfowitz, Stellvertreter des damaligen Verteidigungsministers, Donald Rumsfeld, und Richard Perle als dessen Berater. Sie alle haben, so viel weiß man heute, Bush davon überzeugt, Afghanistan sei nicht bedeutend genug, um der ganzen Region die Segnungen der westlichen Demokratie aufzuzwingen. Irak sei es.