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Preise

Deutsche Inflationsrate auf 28-Jahres-Hoch

Flamme eines Gasherdes Euro Schein im Hintergrund
Flamme eines Gasherdes Euro Schein im Hintergrund(c) imago images/CHROMORANGE (Andreas Poertner via www.imago-images.de)
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Im August verteuerten sich Waren und Dienstleistungen um 3,9 Prozent.

Berlin. Die deutsche Inflationsrate ist wegen steigender Benzin- und Nahrungsmittelpreise auf 3,9 Prozent gestiegen. Der Wert ist damit so hoch wie seit fast 28 Jahren nicht mehr. „Eine höhere Inflationsrate gab es zuletzt im Dezember 1993 mit plus 4,3 Prozent“, hieß es aus dem Statistischen Bundesamt.

In den kommenden Monaten dürfte die Inflationsrate wegen Sondereffekten Richtung fünf Prozent anziehen, schätzen Experten. Neben dem Auslaufen der temporären Mehrwertsteuersenkung (die im Juli 2020 für das zweite Halbjahr desselben Jahres eingeführt wurde) sei vor allem eine Korrektur der Energiepreise von dem sehr niedrigen Krisenniveau 2020 sowie Lieferschwierigkeiten bei einigen Vorprodukten wie Halbleitern zu nennen, so der wissenschaftliche Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), Sebastian Dullien. „Da die Sondereffekte absehbar auslaufen, dürfte ab Jänner kommenden Jahres die Inflation wieder spürbar nachgeben.“ Solange es keine neuen Energiepreisschocks gebe, sollte die Teuerungsrate zur Jahresmitte 2022 wieder nahe zwei Prozent liegen.

 

Energie kostete mehr

Großer Preistreiber war einmal mehr Energie. Nahrungsmittel zogen um 4,6 Prozent an, Gemüse verteuerte sich dabei um neun Prozent, Molkereiprodukte und Eier um fünf Prozent. Auch Fahrzeuge oder Möbel kosteten deutlich mehr.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.09.2021)