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Strom

Das Märchen von der schnellen Energiewende

Angela Merkel 2007 auf Grönland: Die „Klimakanzlerin“ hinterlässt trotz Fortschritts eine Großbaustelle.
Angela Merkel 2007 auf Grönland: Die „Klimakanzlerin“ hinterlässt trotz Fortschritts eine Großbaustelle.DB Michael Kappeler/dpa/picturedesk
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Alle reden im deutschen Wahlkampf über Klimaschutz. Aber eine Frage bleibt meistens offen: Wenn sich die Republik elektrifiziert, woher kommt dann der zusätzliche Strom? Kleine Vermessung eines ziemlich großen Problems.

Neckarwestheim. Isar. Emsland. Das sind die Namen einer Gemeinde, eines Flusses und eines Landkreises. Neckarwestheim. Isar. Emsland. Das sind die Codewörter für eine Zäsur, nämlich die Namen jener drei Atomkraftwerke, die Ende nächsten Jahres als letzte vom Netz gehen sollen.

Der Ausstieg aus der Kernenergie ist aber nur der erste Akt eines beispiellosen Umbruchs, den Europas größte Volkswirtschaft vollziehen wird. Oder zumindest vollziehen will. Spätestens 2038, vermutlich früher, sollen auch die Schaufelräder, groß wie Wohnhäuser, verschwinden, die in unwirklichen Mondlandschaften nach schmutzigem Rohstoff graben: Das Ende der Braunkohle, ihrer Förderung und ihrer Verstromung: Das ist der zweite Akt.