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MQ-Direktor Christian Strasser. Die Netzskulptur über dem Haupthof ist anlässlich des 20-Jahr-Jubiläums des Museumsareals zu sehen.
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Eine Wiener Institution wird 20

Im Herbst 2001 ging das umstrittene Wiener Museumsquartier in den Vollbetrieb. 20 Jahre später ist das MQ immer noch Wiens wichtigster Frei- und Kulturraum. Der nun auch grüner werden soll.

Christian Strasser will eigentlich nicht zurückschauen. Denn Alter sei kein Verdienst, sagt der Direktor des Museumsquartiers (MQ). Und als lebendiges Museumsareal, in dem mehr als 60 Institutionen von A wie Architekturzentrum bis Z wie Zoom Kindermuseum residieren, wolle man lieber in die Zukunft blicken.

Aber weil man in diesem Jahr das 20-jährige Bestehen des MQ feiert, sei auch ein Blick zurück erlaubt. Aber vielleicht zunächst einer auf die Gegenwart: Denn heute, 20 Jahre nachdem das Areal, das den siebenten Bezirk im Rücken, das Volkstheater sowie das Kunst- und Naturhistorische Museum als Nachbarn hat, in den Vollbetrieb gegangen ist, ist das MQ aus der Stadt nicht mehr wegzudenken. Als Ort der Kunst und Kultur. Aber auch (und für manche Besucher auch ausschließlich so) als öffentlicher Freiraum, in dem jeder erwünscht, (fast) alles erlaubt ist und man sich dank der abgeschlossenen Höfe nicht nachträglich um Verkehrsberuhigung bemühen musste. Sie war einfach da. Wer heute ein Best-Practice-Beispiel für einen großen Freiraum ohne Konsumzwang in der Stadt sucht, wird immer wieder im Museumsquartier landen. Was eventuell gegen die sonstige Stadtplanung in Wien spricht. Aber jedenfalls für das MQ.

Bekannt ist es also nicht nur für sein umfangreiches Kunst- und Kulturangebot (siehe Artikel rechts), sondern auch für die Höfe mit ihren Sitz- und Liegemöbeln, die offiziell längst nicht mehr „Enzis“ heißen, obwohl sie natürlich jeder, inklusive dem Direktor, noch so nennt.