Der von Umweltschützern heftig kritisierte und weltgrößte Rohstoffhändler Glencore profitiert von den steigenden Rohstoffpreisen. Das treibt auch den Aktienkurs, bei dem Rücksetzer dazugehören.
Wien. Besser hätte der Einstand für Gary Nagle, den neuen Boss des nach Umsatz weltweit größten Rohstoffhändlers Glencore, nicht sein können: Der Konzern, der 2020 krisenbedingt bei einem deutlich von 215,1 auf 142,3 Mrd. Dollar gesunkenen Umsatz einen Verlust von 1,9 Mrd. Dollar erlitt, ist dank stark steigender Rohstoffpreise im ersten Halbjahr 2021 wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Während sich der Umsatz um ein Drittel auf 93,8 Mrd. Dollar verbesserte, stand unter dem Strich ein Nettogewinn von 1,28 Mrd. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres lag das Minus bei 2,6 Mrd. Dollar.
Nagle, der Anfang Juli das Ruder von Langzeit-Chef Ivan Glasenberg übernommen hatte, hatte aber noch weitere gute Nachrichten für die Aktionäre – und jene, die es noch werden wollen: Glencore schüttet zusätzlich zu den 0,12 Dollar für 2020 eine Sonderdividende von 0,04 Dollar aus. Für das laufende Jahr soll die Dividende steigen. Zudem wurde ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 650 Mio. Dollar aufgelegt, das bis zur Veröffentlichung des Jahresergebnisses Anfang 2022 abgeschlossen sein soll.