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"Sicherheitsphase"

Schulstart im Westen, Gurgelprobleme im Osten

Themenbild zum Schulbeginn
Themenbild zum Schulbeginn(c) imago images/allOver-MEV (MEV, via www.imago-images.de)
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Für rund 51.000 Kinder in diesen Bundesländern ist es heute der allererste Schultag. Die "Alles gurgelt"-Website sorgte indes für Probleme.

Mit einer dreiwöchigen "Sicherheitsphase" beginnt auch in Oberösterreich, Salzburg, Tirol, Vorarlberg, Kärnten und der Steiermark für rund 650.000 Kinder und Jugendliche das neue Schuljahr. In dieser Zeit sind für die Teilnahme am Unterricht drei Corona-Tests pro Woche durchzuführen, einer davon ein PCR-Test.

Für rund 51.000 Kinder in diesen Bundesländern ist es der allererste Schultag. Sie können wie gewohnt von den Eltern in die Schule begleitet werden - diese müssen allerdings einen 3G-Nachweis vorlegen und im ganzen Schulgebäude eine Maske aufhaben. In Wien, Niederösterreich und dem Burgenland hat das Schuljahr bereits eine Woche früher begonnen.

Probleme bei „Alles gurgelt"

Der Corona-PCR-Test sorgte am Sonntagabend bzw. Montagfrüh in Wien allerdings für Probleme. Ursprünglich hat das Bildungsministerium geplant, alle Schüler (neben zwei Antigentests) einmal wöchentlich in der Schule für einen PCR-Test spülen zu lassen. Alternativ hätte es auch möglich sein sollen, einen externen Test zu bringen. In Wien beschloss man allerdings, die Kinder gleich zweimal wöchentlich via PCR zu testen und dafür ab der fünften Schulstufe auf das bereits etablierte "Alles gurgelt"-System zu setzen, bei dem die Tests nach Registrierung daheim absolviert werden. Im Rest Österreichs (sowie an den Wiener Volksschulen) laufen die Tests dagegen über das "Alles spült"-Programm des Bildungsministeriums. Dabei wird grundsätzlich an der Schule gespült.

Nachdem in der ersten Woche in Wien auch andere Tests akzeptiert wurden, soll nun ab der zweiten Woche das "Alles gurgelt"-Programm voll ausgerollt werden. Ein Großteil der Schulen lagert die Tests dabei an die Eltern bzw. Schüler aus - sie sollen daheim gurgeln und die Tests dann in Abgabeboxen in der Schule einwerfen. Da dafür eine Registrierung (bzw. die zusätzliche Hinterlegung der Schuladresse) nötig ist, damit auch die Schule Zugriff auf das Testergebnis hat und am Montagfrüh bereits die ersten Tests abgegeben werden mussten, war am Sonntagabend die "Alles gurgelt"-Startwebsite teils überlastet. Am Montag Früh war sie kurzfristig auch nicht erreichbar. Der Einstieg zum Gurgeln selbst funktionierte dagegen - dieser erfolgt über eine andere Website. Wer sich also rechtzeitig registriert hatte bzw. direkt über die Testseite eingestiegen ist, konnte auch testen.

Kürzere Quarantäne? Und für wen?

Die Schulen könnten sich ohnehin auf eine neuerliche Änderung der Regelungen einstellen. Konkret geht es um die Quarantänevorgaben, die demnächst geändert werden könnten. Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) hatte sich jüngst dafür ausgesprochen, wie in Deutschland die Zeitspanne, sich per PCR-Test aus der Quarantäne freizutesten, von zehn auf fünf Tage zu verkürzen. Dem stehe man im Gesundheitsministerium positiv gegenüber, hieß es am Montag im Ö1-"Mittagsjournal". Man werde den Vorschlag nun gemeinsam prüfen.

Ablehnend stehen die Virologin Dorothee von Laer und der Mikrobiologe Michael Wagner dagegen einem anderen Vorschlag Faßmanns gegenüber. Dieser hatte angeregt, nur die unmittelbaren Sitznachbarn eines positiv getesteten Kinds in Quarantäne zu schicken. Angesichts der deutlich ansteckenderen Delta-Variante sei eine Absonderung der gesamten Klasse unumgänglich, meinte Von Laer im Ö1-"Morgenjournal". Wagner verglich die Übertragung von Aerosolen mit dem Rauchen: "Wenn jemand in der Klasse irgendwo rauchen würde, würde man es auch im ganzen Klassenzimmer riechen und so ist es hier auch."

Offener Brief der Schulsprecher

Unterdessen fordern Wiener Gymnasiums-Schulsprecher in einem offenen Brief unter anderem die flächendeckende Einführung von Luftfiltern, eine Impfpflicht für Kindergarten- und Lehrpersonal, die Streichung von Lehr- und Maturastoff sowie die Rückkehr der FFP2-Maskenpflicht im Schulgebäude. Unterzeichnet ist der Brief von 32 Schulsprechern, das ist ein Drittel aller Wiener Gymnasien.

(APA)