Korruptionsskandal: Fifa-Ethikkommission tagt

Fifa-Präsident Josef Blatter
Fifa-Präsident Josef Blatter(c) AP (Steffen Schmidt)
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Am Mittwoch nimmt sich die Fifa-Ethikkommission der Korruptionsvorwürfe rund um die Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaften 2018 und 2022 an. Strafrechtlichen Konsequenzen dürfte es für die Exekutivmitglieder Adamu und Temarii nicht geben.

Zürich. Die FIFA bemüht sich am Mittwoch um die interne Aufarbeitung eines noch nicht absehbaren Skandals in den eigenen Reihen. Vier Tage nach Bekanntwerden von Korruptionsvorwürfen gegen zwei FIFA-Exekutivmitglieder tagt die Ethikkommission des Fußball-Weltverbandes.

In der FIFA-Zentrale in Zürich wird das Gremium unter dem Vorsitz des Schweizers Claudio Sulser den Nigerianer Amos Adamu und Reynald Temarii aus Tahiti anhören. Beide sollen verdeckt recherchierenden Reportern signalisiert haben, ihre Stimmen bei der Vergabe der Weltmeisterschaften 2018 und 2022 zu verkaufen.

Die Aufarbeitung des Falls wird vorerst in den Händen der FIFA bleiben, strafrechtliche Konsequenzen haben Temarii und Adamu zumindest in der Schweiz nicht zu fürchten. Nach übereinstimmenden Schweizer Medienberichten genießt die FIFA wie auch andere in der Schweiz ansässige Sportverbände einen Sonderstatus. Demnach sind Verbandsverantwortliche von der 2006 eingeführten Strafbarkeit bei Personen der Privatwirtschaft ausdrücklich ausgenommen.

Das Exekutivkomitee vergibt beide WM-Turniere am 2. Dezember in Zürich. Eine Verschiebung der Entscheidung sei trotz der Vorwürfe nicht geplant, hieß es. Temarii gab inzwischen einen "Fehler" zu, betonte aber, ansonsten absolut integer zu sein. Adamu gab keine Details eines Gesprächs mit FIFA-Präsident Joseph Blatter preis. Im Fokus stehen auch andere, noch nicht genannte FIFA-Offizielle sowie Nationalverbände und Bewerbungskomitees.

(dpa)

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