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Pandemie

Ärztekammer-Präsident: "1-G sollte 3-G sofort ablösen"

Thomas Szekeres
„Nicht geimpfte Lehrkräfte sollten nicht unterrichten, weil sie eine Gefahr für Nichtgeimpfte darstellen. Und Schüler sind nun einmal meistens nicht geimpft“, sagt Thomas Szekeres.Clemens Fabry
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PCR- und Antigenschnelltests sind immer nur eine Momentaufnahme, sagt Thomas Szekeres, Präsident der Wiener und der Österreichischen Ärztekammer. Sie sollten ab sofort nicht mehr als Zutrittsberechtigung gelten.

Die Presse: Um skeptische Personen von den Vorteilen der Impfung zu überzeugen, soll vermehrt auf das, wie Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein sagt, „persönliche Gespräch“ gesetzt werden. Ministerium und Ärztekammer arbeiten demnach auch schon an einer Informationskampagne. Wie soll denn diese aussehen?

Thomas Szekeres: Was schon gemacht wird, ist das vermehrte Impfen bei niedergelassenen Ärzten, weil sie das beste Vertrauensverhältnis zu ihren Patienten haben. Sie können Fragen am besten beantworten und auf Ängste vor möglichen Impfreaktionen und Nebenwirkungen eingehen. Mit der Kampagne des Gesundheitsministeriums sollen gezielt Gruppen mit niedriger Durchimpfungsrate angesprochen werden. Das sind vor allem 15- bis 35-Jährige und Migrantencommunitys, die kaum österreichische Medien konsumieren. Die Eckpunkte der Kampagne werden derzeit erstellt, wir als Ärztekammer unterstützen sie.

Wie denn? Indem niedergelassene Ärzte, die tatsächlich das höchste Vertrauen im Gesundheitssystem genießen, als Ansprechpartner zur Verfügung stehen und damit ihrer ureigenen Aufgabe nachkommen? Wie können Sie erst jetzt, im 20. Monat der Pandemie, die Bedeutung des persönlichen Gesprächs für sich entdecken?