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Morgenglosse

Wir und das vergessene Klimagas

Fires surge in Brazilian Amazon for the third straight year in Labrea
Ohne tierisches Protein hätte sich der Mensch nie zu dem entwickelt, was er heute ist. Zu viel Fleischkonsum ist jedoch schädlich: Fürs Klima und für den Menschen.REUTERS
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Neben CO2 ist vor allem Methan für die globale Erwärmung verantwortlich. Die Reduktion von CH4 könnte auch unserer Gesundheit dienen.

Beim Klimaschutz dreht sich alles um Kohlendioxid. Das ist auch verständlich. So ist das Gas, das bei der Verbrennung von Öl, Kohle oder Holz entsteht, der wichtigste Treiber der globalen Erwärmung. Daneben gibt es aber auch andere klimawirksame Gase, die bisher ein wenig unter der öffentlichen und politischen Wahrnehmungsschwelle lagen. Eines davon ist Methan. Tritt CH4 (kommt es aus fossilen Quellen nennt man es schlicht Erdgas) an die Atmosphäre, ist es 80 Mal klimaschädlicher als CO2.

Die EU und die USA haben daher nun ein Abkommen geschlossen, den Methanausstoß zu verringern. Dieser kommt einerseits aus dem Kohleabbau und Lecks in Erdgasanlagen, andererseits aber vor allem aus der Landwirtschaft. Genauer gesagt aus den Mägen von Wiederkäuern wie Kühen. Technisch lässt sich hier das Problem aber nur zu einem gewissen Teil lösen. Denn die Verdauung von Kühen ist nun einmal so wie sie ist.

Die beste Möglichkeit, den Methanausstoß der Landwirtschaft zu reduzieren, ist also, dafür zu sorgen, dass es weniger Nutztiere bedarf – also etwa den Fleischkonsum reduzieren. Eigentlich eine Win-win-Situation, weil der aktuelle Fleischverbrauch von etwa 63 Kilogramm im Jahr auch für die Gesundheit nicht förderlich ist und das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht.

Fleisch gehört – entschuldigt liebe Veganer und Vegetarier – zu einer ausgewogenen Ernährung. Und es schmeckt auch gut. Letzteres merkt man jedoch besonders dann, wenn man es nicht mehr täglich konsumiert.