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USA

Abwahlschlappe für Republikaner: Kaliforniens Gouverneur Newsom bleibt

Der demokratische Gouverneur Gavin Newsom bleibt.
Der demokratische Gouverneur Gavin Newsom bleibt.(c) Reuters
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Der demokratische Gouverneur Gavin Newsom wird von den Republikanern wegen seiner liberalen Einwanderungspolitik und strikten Corona-Vorschriften kritisiert. Ein Abwahlverfahren scheiterte nun.

Der demokratische Gouverneur des US-Bundesstaates Kalifornien, Gavin Newsom, hat ein Abwahlverfahren Prognosen zufolge erfolgreich abgewehrt. Bei einer Sonderabstimmung votierte am Dienstag die Mehrheit der Wähler dafür, Newsom als Gouverneur im Amt zu halten, wie in der Nacht auf Mittwoch aus übereinstimmenden Vorhersagen der Fernsehsender CNN, ABC und NBC hervorging.

"Ich bin demütig und dankbar für die Millionen und Abermillionen von Kaliforniern, die von ihrem grundlegenden Wahlrecht Gebrauch gemacht haben", sagte Newsom in seiner Siegesrede am Dienstagabend in der Bundessstaats-Hauptstadt Sacramento.

Republikaner wollten Abwahl

Eine Gruppe von Republikanern hatte das Abwahlverfahren gegen Newsom angestrengt. Der 53-Jährige wurde von konservativer Seite unter anderem wegen seiner liberalen Einwanderungspolitik und strikten Corona-Vorschriften wie Schulschließungen und Maskenpflicht kritisiert. Mehrere Dutzend Gegenkandidaten traten an, um ihn als Gouverneur zu ersetzen - niemand davon jedoch ein politisches Schwergewicht.

Kalifornien ist eine Hochburg der Demokraten. Hätte Newsom tatsächlich seinen Posten vorzeitig verloren und wäre er durch einen Republikaner ersetzt worden, wäre das eine Sensation gewesen und ein Desaster für die Demokratische Partei. Hochrangige Parteimitglieder bis hin zu US-Präsident Joe Biden hatten ihr politisches Gewicht eingesetzt, um Newsom im Wahlkampf zu unterstützen.

Herausforderer Trump sehr ähnlich

Mit Blick auf den Herausforderer von Newsom, Radiomoderator Larry Elder, hatte der Präsident gewarnt, er kenne niemanden, der seinem Vorgänger Donald Trump ähnlicher sei. Newsom konnte nach den Berichten eine deutliche Mehrheit für sich gewinnen. Elder erhielt etwa 43 Prozent der Stimmen bei der Frage, wer Newsom im Falle seiner Abberufung ersetzen sollte, berichtete die "New York Times".

Im Fall einer Niederlage wurden auch Auswirkungen auf die hauchdünne Mehrheit der Demokraten im US-Kongress befürchtet.

(APA/dpa/Reuters)