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Schulen

Virologin: Neue Quarantäneregeln sind „politische Entscheidung“

Pupils of the protestant high school ´Zum Grauen Kloster´ attend a lesson on the first day after the summer holidays in Berlin
Künftig müssen nach einem positiven Test nicht alle in der Klasse in Quarantäne, sondern nur die direkten Sitznachbarn und andere enge Kontakte.(c) REUTERS (FABRIZIO BENSCH)
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Die Lockerungen hinsichtlich der Quarantäneregeln in Schulen stoßen bei Gesundheitsxperten nicht nur auf Ablehnung. Neben der Sichtweise der Mediziner gehörten auch jene der Eltern und Lehrer berücksichtigt.

Trotz Warnungen zahlreicher Gesundheitsexperten im Vorfeld hat Bildungsminister Heinz Faßmann (parteifrei, auf ÖVP-Ticket) das – auf Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts basierende – „deutsche Modell“ auch in Österreich durchgesetzt. Nach positiven Tests müssen künftig also nicht mehr sämtliche Schüler einer Klasse, sondern nur die unmittelbaren Sitznachbarn der Infizierten als Kontaktpersonen der Kategorie eins in Quarantäne. In Volksschulen war das schon immer der Fall – als Begründung dafür wird das geringere Übertragungsrisiko bei Kindern dieser Altersgruppe angeführt.

Hinzu kommt, dass die in Quarantäne befindlichen Schüler die Isolation ab sofort schon nach fünf Tagen mittels negativem PCR-Test beenden können. Bisher war das erst nach zehn Tagen möglich. Diese Entscheidungen sind eine Reaktion darauf, dass bereits kurz nach Beginn des Schuljahrs rund 400 Schulklassen in Quarantäne geschickt werden mussten.