Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Online-Shopping

Neubau: Paketzustellung in Grün

Pakete sollen in Wien-Neubau möglichst gebündelt zugestellt werden.(c) Die Presse (Clemens Fabry)
  • Drucken

Mit dem Projekt „Neubau liefert Grün“ will der siebente Wiener Bezirk den Lieferverkehr reduzieren und klimaneutral(er) gestalten.

60 Pakete hat jeder Haushalt im 7. Bezirk im Jahr 2019 bestellt: Eine Zahl, die in der Pandemie wohl noch gestiegen sein dürfte. Man sieht also: Auch aus dem grün-affinen Neubau ist das Online-Shopping – trotz vieler lokaler Nahversorger – nicht mehr wegzudenken.

Um den daraus resultierenden Lieferverkehr klimaneutral(er) zu gestalten, wird Neubau (wieder einmal) zum Test-Labor für ganz Wien: Mit dem Projekt „Neubau liefert grün“ sollen die Zustellfahrten innerhalb des Bezirks reduziert werden: Pakete, die bei diversen Online-Händlern bestellt und an Adressen im siebenten Bezirk geliefert werden, sollen dafür künftig gebündelt zugestellt werden.

Diese berühmte letzte Meile, die in der Online-Shopping-Kette für besonders viel CO2-Ausstoß verantwortlich ist, übernimmt das Startup „Green To Home“ – und zwar CO2-neutral in E-Lieferwagen oder mit Lasten-Fahrrädern.

„Eine klimafitte Zeitrechnung“

Für den grünen Bezirksvorsteher von Neubau, Markus Reiter, bricht mit dem Pilotprojekt gar „eine neue, klimafitte Zeitrechnung“ an, in der der Lieferverkehr, Abgase und Lärm reduziert werden und so die Lebensqualität im Bezirk steigen soll.

Damit die rund 1,5 Millionen Pakete, die pro Jahr in Neubau an private Haushalte zugestellt werden, mit möglichst wenigen klimaneutralen Fahrten zugestellt werden, ist es freilich nötig, dass sich viele Neubauer Bewohner online registrieren (auf der Website www.neubauliefertgrün.at). Und dann bei ihren Online-Shoppingtouren (bestellt werden kann wie gewohnt bei sämtlichen Händlern) als Lieferadresse nicht ihre Privatadresse angeben, sondern jene, die sie nach der Registrierung erhalten.

So landen die bestellten Waren zunächst in den Hubs von „Green To Home“ am Stadtrand, von wo aus sie dann klimaneutral in den Siebenten gebracht werden. Der Nachteil: Die Zustellung erfolgt nur einmal in der Woche, damit möglichst wenige Fahrten – oft halbleerer Lieferwagen – anfallen.

Lokale Händler einbinden

Der Vorteil: Man kann sich die Zustellzeit aussuchen – oder wie es Michael Punzet, Gründer von „Green to Home“ formuliert: „Wir kommen, wann Sie wollen.“


Damit man mit dem Projekt nicht nur die (großen) Online-Händlern fördert, sollen auch kleine Unternehmen aus Neubau, „die vielleicht noch nicht so viel Online-Erfahrung haben“, mitmachen und ihre Waren über die Website anbieten können.

Das Ziel sei, sagt Bezirkschef Reiter, dass bis Weihnachten an die 1000 Neubauer Haushalte ihre Online-Einkäufe über „Neubau liefert grün“ abwickeln – und dann möglichst viele andere Bezirke folgen. „Green To Home“ möchte das Projekt, das von der Wiener Wirtschaftskammer initiiert wurde, jedenfalls auf ganz Wien (und darüber hinaus) ausweiten.