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Interview

RBI-Chef Strobl: „Ein Ausstieg aus Belarus ist undenkbar“

Staatshilfen und Kurzarbeit sollten beendet werden, fordert RBI-Chef Johann Strobl.Fabry
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Johann Strobl, Vorstandschef der Raiffeisen Bank International (RBI), hält trotz EU-Sanktionen am Geschäft in Belarus fest und die Risiken am Markt für nicht angemessen bewertet. Zudem wundert er sich über die hohen Immobilienpreise.

Die Wirtschaft läuft, die Inflation zieht an und eine Zinswende ist absehbar. Höchste Zeit?

Johann Strobl: Wir sind in Ländern mit unterschiedlichen Inflationsraten tätig. In Tschechien waren schon vor der Pandemie die Arbeitskräfte knapp, das hat Lohndruck erzeugt und zu einer höheren Inflation geführt. Daraufhin hat die Zentralbank die Zinsen erhöht. Ähnlich war es in Ungarn und Russland. Ich habe höchsten Respekt vor der Politik der Zentralbanken, sie haben das in den letzten Jahren gut gemacht. Im Euroraum bleibt aber offen, ob die hohe Liquidität zu langfristigen Verwerfungen führt. Das müssen Ökonomen beurteilen.

Auch Banker müssen das einschätzen können. Wo sehen Sie Verwerfungen?