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Europa League

Rapid kassiert Last-Minute-Niederlage gegen Genk

Rapid gegen Genk
Rapid gegen GenkREUTERS
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Die Hütteldorfer unterlagen den Belgiern durch einen Treffer in der Nachspielzeit mit 0:1.

Wien. Nur zwei Siege aus sieben Ligarunden haben in Hütteldorf für Unruhe gesorgt, ein Erfolg in der Europa League gegen KRC Genk sollte die Trendwende einläuten. Rapid-Trainer Dietmar Kühbauer reagierte auf die jüngste 1:2-Niederlage gegen die Admira und stellte im Zentrum um: Neuzugang Emanuel Aiwu, 20, feierte sein Debüt. Unfreiwillig passierte der Wechsel im Tor, weil Richard Strebinger wieder die Schulter schmerzte, spielte Paul Gartner.

„Nur verteidigen, nur schauen, über die Runden zu kommen, wäre der falsche Weg“, hatte Kühbauer die Marschroute vorgegeben. „Wir wollen aggressiv nach vorne spielen, den Gegner stören und die Oberhand bekommen.“ Genk kannte man schon aus den Gruppenphasen 2013 und 2016, damals blieben die Hütteldorfer in den Heimspielen unbesiegt (2:2, 3:2). Überhaupt ist Rapid im Europacup zuhause eine Macht: Von den letzten 15 Partien gingen nur jene gegen Inter Mailand (2019) und Arsenal (2020) verloren.

Der späte Schock

18.400 Rapid-Fans sorgten auch diesmal für eine tolle Stimmung, die Performance auf dem Rasen konnte mit jener auf den Rängen nicht mithalten. U21-Teamspieler Aiwu zeigte, dass er langfristig den Abgang von Dejan Ljubicic vergessen machen und die Baustelle im defensiven Mittelfeld beheben könnte. So stabil die grün-weiße Arbeit gegen den Ball war, so bescheiden blieb die offensive Ausbeute: Nicht ein Schuss ging auf das Tor des erst 19-jährigen Maarten Vandevoordt. Zumindest strahlte Genk kaum mehr Gefahr aus, einmal kam Paul Onuachu in guter Position an den Ball – und war selbst überrascht (13.).

Erst nach der Pause nahm die Partie Tempo auf und sah endlich Chancen für Rapid: Ein Kopfball von Taxiarchis Fountas war zu schwach (51.), Ercan Kara (62.) und Marco Grüll (65.) verfehlten knapp. Ins Tor traf Onuachu, der VAR entschied auf Abseits (68.). Zum Glück gab es keinen zweiten Blick auf das Foul von Leo Greiml, der als letzter Mann den durchstürmenden Ito niederriss und mit Gelb davon kam (82.). Greiml ging danach vom Platz, das sollte sich rächen. Hatte der U21-Teamspieler den bulligen Onuachu bis dahin gut im Griff gehabt, entwischte dieser in der Nachspielzeit Kevin Wimmer und Filip Stojkovic und versenkte einen Stanglpass aus kurzer Distanz zum 1:0 (92.).

„Das ist richtig bitter. Wir haben uns so viel vorgenommen. Es war ein körperbetontes Spiel, kämpferisch und läuferisch können wir uns nichts vorwerfen, vielleicht dass wir zu wenig Chancen herausgespielt haben“, sagte Maximilian Ullmann.

(swi)