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Kunstmarkt

Neue Galerien in Wien

(c) imago/Westend61 (imago stock&people)
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Nach dem Berliner Galeristen Johann König zieht es auch die Galerien Podnar und Presenhuber her.

Es ist sicher der prominenteste Zuzug: Johann König wird die kuratorische Leitung von Martin Hos „Kleinem Haus der Kunst“ gegenüber der Secession übernehmen, vier Ausstellungen im Jahr soll der zurzeit populärste Berliner Galerist dort verwirklichen, im September noch wird mit Bildhauerinnen gestartet.

Da kommen schon die nächsten Meldungen: Der Berliner Galerist Gregor Podnar ist samt Familie überhaupt gleich nach Wien übersiedelt. In Berlin gäbe es zu viele Galerien, erklärt er im Gespräch mit der „Presse“, und in Wien habe er einige Freunde und Kunden. Noch sucht er Räume, noch ist offen, ob er einen Project Space oder eine Galerie aufsperren wird.
Das Programm des Berliners konkurriert kaum mit den Wiener Kollegen, bei einem weiteren Neuzugang gibt es dagegen allerdings einige Überschneidung: Nach Zürich und New York wird die Galerie Eva Presenhuber, die u. a. Franz West vertritt, bald ebenfalls an der Donau präsent sein. Räume hat sie bereits gefunden. Die gebürtige Österreicherin studierte an der Angewandten Kunst bei Ernst Caramelle und arbeitete kurzzeitig in der Galerie Grita Insam, bevor sie 2003 in Zürich ihre bis heute erfolgreiche eigene Galerie eröffnete.

Ob diese Neuzugänge die lokale Galerienszene verändern werden? Wird es das Preisniveau der Kunst hochtreiben? Den Standort für weitere Zuzüge noch attraktiver machen? Auf jeden Fall bedeutet es eine Belebung. Warum es immer mehr Galerien hierher zieht, mag so recht niemand beantworten – es mag am hohen Mehrwertsteuersatz in Deutschland liegen oder daran, dass die pandemiebedingte Krise der internationalen Kunstmessen eine Betreuung lokaler Märkte attraktiver macht.

Die Krise sorgt aber auch für Schließungen: die Wiener Dependance der Galerie Mauroner etwa. Die Salzburger Stammgalerie bleibt erhalten, das Pendeln zwischen den Städten aber wird beendet.