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Roman

Wiener Melange in Kreuzberg

Sven Regener: „Glitterschnitter“
Sven Regener: „Glitterschnitter“Galiani Berlin
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Sven Regener bleibt auch in „Glitterschnitter“ der Westberliner Künstlerszene der Achtzigerjahre treu.

Dass in einem Berliner Roman schon in der zweiten Zeile das französische Wort Melange in der exklusiv österreichischen Bedeutung vorkommt, das ist so ungewöhnlich wie erfreulich. Gewiss, auch schon in Sven Regeners vorigem Roman „Wiener Straße“ (2017) traten sowohl eine Kaffeemaschine als auch eine Menge Österreicher auf, aber diesmal wird im Café Einfall explizit das klassische Sahne-Obers-Schisma diskutiert. Zeit genug dafür haben sie ja, die liebenswerten Figuren, die uns Regener vorführt. Schließlich befinden sie sich im Westberlin der Achtzigerjahre, im Osten Kreuzbergs, und dort, abgeschirmt von der Mauer, kennt man keine Eile, zumindest nicht unter (Lebens-)Künstlern.