Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Premium
Porträt

„Der Geschmack ist entscheidend“

Gerhard Höllinger
Gerhard Höllinger(c) Jana Madzigon
  • Drucken

Als Gerhard Höllinger Ende der 1990er-Jahre auf Apfelsaft aus steirischen Bio-Betrieben setzte, nahm er einen Trend voraus. Heute exportiert er seine Säfte in 42 Länder.

Als Gerhard Höllinger 1997 erstmals direkt gepresste Säfte aus steirischen Bio-Äpfeln in die Kühlregale brachte, da war Regionalität noch kein Thema – ganz im Gegensatz zu heute. Höllinger hatte sich das Angebot genau angeschaut: Aus seiner Zeit als Produktmanager beim Milchproduktehersteller Bergland kannte er das Angebot an gekühlten Getränken ganz genau: „Das Kühlregal“, sagt er, „war mein Revier.“ Dort gab es frisch gepresste Grapefruit- und (Blut-)Orangensäfte, aber der Apfelsaft fehlte. Also macht er sich, nachdem er das Unternehmen nach einem Managementwechsel verlassen hatte, an die Produktentwicklung. Zwar nicht in der Garage, aber im Wohnzimmer der kleinen Wohnung schlug er sein erstes Büro samt Labor auf. Um Kosten zu sparen, lagerte er die Produkte anfangs sogar vorübergehend auf dem Balkon.

Dabei habe er ganz zu Beginn einen Kardinalfehler begangen, „mit steirischem Apfelsaft in der Steiermark zu beginnen“. Denn viele Konsumenten, die einen natürlichen Saft haben wollten, hatten ohnehin ihre eigene Saft-Quelle. In Wien aber funktionierte das Produkt – auch wegen des Geschmacks: „Der ist entscheidend“, sagt der 61-Jährige.

Im Ausland gefragt

Heute ist der direkt gepresste Bio-Apfelsaft aus steirischen Äpfeln noch immer das Paradeprodukt. Pasteurisiert, um länger haltbar und nicht mehr auf die Kühlung angewiesen zu sein, exportieren Höllinger und sein Team Saft in 42 Länder. Speziell im arabischen Raum verkauft er sich gut.