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Theater an der Wien

Ein „Jedermann“ am Naschmarkt

Die armen Seelen steigen aus der Hölle auf - und wieder nieder: Cyril Auvity (Intelletto, der Verstand), Anett Fritsch (Anima, die Seele), Daniel Schmutzhard (Corpo, der Körper), Florian Boesch (Consiglio, der gute Rat) sowie Tänzerinnen & Tänzer und der Arnold Schoenberg ChorWerner Kmetitsch
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Worum geht es wirklich im Leben? Fragt die Barockoper „Rappresentatione di Anima et di Corpo“. In praktikabler Regie von Robert Carsen, dafür musikalisch fulminant.

Wie fang ich nach der Regel an?“, fragt Walther von Stolzing artig im dritten „Meistersinger“-Aufzug vor der Abfassung des Preisliedes. Wagner lässt Hans Sachs weise antworten: „Ihr stellt sie selbst und folgt ihr dann.“ In diesem Sinn stellt sich der namhafte Regisseur Robert Carsen nun im Theater an Wien bei einem wesentlichen Kapitel Alter Musik einem undefinierten Jetzt und Heute: die weite, leere Bühne als Bahnhofshalle, es könnte die Central Station New York ebenso sein wie ein Tummelplatz in Floridsdorf. Menschen in Alltagskleidung trudeln ein mit Handgepäck, Koffer oder Handy. Man kennt und begrüßt einander. Auf geht die Reise – nur wohin?