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Literatur

"Ein Romanende ähnelt dem Ende einer Therapie"

"Lebensecht sind die Geschichten ohne einen richtigen Anfang oder ein richtiges Ende": Anna Felnhofer, geboren 1984 in Wien, in dem Südtiroler Dorf Laas, wo sie soeben für ihren Episodenroman "Schnittbild" den Franz-Tumler-Literaturpreis bekam.(c) Angelika Maier
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Anna Felnhofer, soeben mit dem Franz-Tumler-Literaturpreis ausgezeichnet, arbeitet an der Med-Uni Wien und als Schriftstellerin. Der „Presse“ erklärte sie, wie das zusammenpasst – und wie Canettis „Blendung“ sie inspiriert hat.

Erik, eine Figur in Ihrem Roman, erfindet Geschichten, um mit dem Verlust seiner Frau klarzukommen. Hat denn das Erzählen etwas Heilsames?

Ja. Es gibt die Narrative Therapie, auf die ich mich lose beziehe, aber ich habe mir die Freiheit herausgenommen, nicht eine therapeutische Technik eins zu eins darzustellen. Ich selbst bin Klinische Psychologin, aber arbeite auch mit Psychotherapeutinnen. Die Hauptfigur ist eine Mischung aus beiden. Mir war wichtig, dass sie nicht eindeutig zugeordnet ist.

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