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Interview

"Wir sind nicht für den Schutz der Erwachsenen verantwortlich"

Neo-Bundesschulsprecherin von der ÖVP-nahen Schülerunion, Susanne Höllinger, relativiert die Kritik am Bildungsministerium.
Neo-Bundesschulsprecherin von der ÖVP-nahen Schülerunion, Susanna Öllinger, relativiert die Kritik am Bildungsministerium.(c) Die Presse/Clemens Fabry
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Bundesschulsprecherin Susanna Öllinger will keine generelle Impfpflicht für Lehrer, aber mehr Solidarität von den Älteren. Trotz PCR-Test-Chaos habe der Schulstart teilweise „sehr gut“ funktioniert. Die Schule an sich sieht sie aber kritischer.

Sie sind seit Sonntag die erste Bundesschulsprecherin aus Oberösterreich. Wie gut hat der Schulstart in Ihrem Bundesland funktioniert?

Susanna Öllinger: Die Probleme in Wien und Niederösterreich in der ersten Woche, wo viele PCR-Tests nicht abgeholt worden sind oder Ergebnisse gefehlt haben, waren sehr präsent. Dadurch war eine Spannung da, wie es bei uns funktioniert. Meine Schule (Gymnasium in Baumgartenberg, Anm.) ist ein Paradebeispiel: Dort hat alles gut funktioniert. Aber auch pauschal habe ich als Landesschulsprecherin die Rückmeldung bekommen, dass es eigentlich sehr gut funktioniert hat. In Oberösterreich wurden laut Ministerium 95 Prozent der Tests ausgewertet. Für die erste Woche ist das ein sehr gutes Ergebnis.

In einem Stiftsgymnasium im Traunviertel waren von 500 Tests allerdings nur 200 Ergebnisse da. Abgesehen von Einzelfällen: Wie sinnvoll finden Sie es, dass man mit „Alles spült“ und „Alles gurgelt“ zwei unterschiedliche Tests verwendet?

Dahinter steckt eine unglaubliche Strategie. Das ist ja alles nicht so einfach, dass man in neun Ländern testet, das Ergebnis innerhalb von 24 Stunden da ist. Dementsprechend finde ich es gescheit, dass die Länder entschieden haben, wie die Teststrategie für sie organisatorisch handzuhaben ist. Wien hat sich für „Alles gurgelt“ entschieden. Ich sitze nicht in Wien in der Verwaltung und kann das nicht beurteilen.