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Vatikan

Papst: "Ich bin noch am Leben, obwohl einige meinen Tod wollten"

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„Einige Prälaten bereiteten schon das Konklave vor“, sagt Papst Franziskus in einem Interview, in dem er sich auch zu der Kritik, die an ihm geübt wird, äußert.

Papst Franziskus hat im Gespräch mit der Jesuitenzeitschrift „Civiltá Cattolica" über seinen Gesundheitszustand nach seiner Darmoperation im Juli berichtet. „Ich bin noch am Leben, obwohl einige Leute meinen Tod wollten. Ich weiß, dass es sogar Begegnungen zwischen Prälaten gegeben hat, die der Meinung waren, dass der Zustand des Papstes ernster war als das, was gesagt wurde. Sie bereiteten schon das Konklave vor", wurde der Papst im Interview zitiert.

„Gott sei Dank, es geht mir gut. Ich wollte mich nicht für die Darmoperation entscheiden: Ein Krankenpfleger hat mich davon überzeugt. Krankenpfleger begreifen die Situation oft besser als Ärzte, weil sie mit den Patienten direkt in Kontakt stehen", so der 84-jährige Papst im Interview, das von der Tageszeitung "La Stampa" am Dienstag auszugsweise veröffentlicht wurde.

Kritik aus Klerikerkreisen

Der Papst sprach auch über die Kritik, die an ihm geübt wird. "Es gibt einen großen katholischen Fernsehsender, der sich ständig über den Papst auslässt. Ich persönlich kann Angriffe und Beleidigungen verdienen, weil ich ein Sünder bin, aber die Kirche verdient das nicht", sagte Franziskus.

„Ja, es gibt auch Kleriker, die sich schlecht über mich äußern. Manchmal verliere ich die Geduld, vor allem wenn sie Urteile fällen, ohne in einen echten Dialog zu treten. Ich kann da nichts tun. Ich gehe jedoch weiter, ohne in ihre Welt der Ideen und Fantasien einzusteigen", sagte der Heilige Vater.

Einige der Kritikpunkte betreffen auch die jüngste Entscheidung über die lateinische Messe. „Meine Entscheidung ist das Ergebnis einer Konsultation mit allen Bischöfen der Welt, die im vergangenen Jahr stattgefunden hat", so der Papst. Ein im Juni veröffentlichter Erlass von Papst Franziskus definiert die Regeln für den Gebrauch des alten Messbuches neu und bestimmt, dass dieser Ritus nur noch mit Erlaubnis des Ortsbischofs gefeiert werden kann.

(APA)