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Bundesliga

Referee-Chef Sedlacek: "VAR-Einsatz war falsch"

FUSSBALL ADMIRAL-BUNDESLIGA / GRUNDDURCHGANG: RED BULL SALZBURG - SK RAPID WIEN
APA/KRUGFOTO
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Robert Sedlacek, der Vorsitzende der ÖFB-Kommission, geht mit den Referees des Liga-Hits in Salzburg hart ins Gericht.

Wien. Der Bundesliga-Schlager zwischen Salzburg und Rapid (2:0) hat weiterhin ein Nachspiel und schlägt zwei Tage später sogar noch höhere Wellen. Noch immer ist der umstrittene Elfmeter der Zankapfel. Jetzt stieg Robert Sedlacek, der Vorsitzende der Schiedsrichterkommission des ÖFB, in den Ring und stellte sich klar gegen seine Referees.

„Gemäß IFAB-Protokoll soll VAR nur bei klaren und offensichtlichen Fehlentscheidungen eingreifen. Nach intensiver Analyse aller zur Verfügung stehenden Kamerabilder der beschriebenen Situation ist der erfolgte physische Kontakt regeltechnisch nicht als klares strafbares Foulspiel zu bewerten“, erklärte Sedlacek im wöchentlichen VAR-Rückblick. Der Eingriff sei demnach falsch gewesen.

Zur Erinnerung: Rapid-Verteidiger Kevin Wimmer und Salzburgs Stürmer Karim Adeyemi hatten im Strafraum Kontakt, der Deutsch fiel zu Boden. Schiedsrichter Markus Hameter hatte ursprünglich auf kein Foul entschieden, nach minutenlanger Beratung mit dem Video-Assistent-Referee und einem On-Field-Review aber revidierte er diese Entscheidung. Adeyemi trat daraufhin an, schoss das 1:0 und brachte seinen Klub auf die Siegerstraße.

Und das Einfühlungsvermögen?

Die Hütteldorfer tobten nach der Partie, Trainer Didi Kühbauer bezeichnete die Entscheidung als „Kindergarten“. Wimmer wunderte sich, wenngleich sein Eingreifen patschert anmutete denn souverän. Kritiker wähnten, in England oder Deutschland wäre es nie ein Elfmeter gewesen – Österreich sei jedoch anders. Und mit Sedlaceks Analyse ist klar, dass den „Experten“, die die TV-Bilder analysieren und bewerten sollen, entweder das Einfühlungsvermögen fehlt oder sie die VAR-Regeln nicht kennen. Nach acht Runden in der Bundesliga und einigen umstrittenen Entscheidungen ist das eine herbe Erkenntnis.

Dass der Einsatz der VAR-Technik für Fairness sorgen kann, ist unbestritten. Österreichs Referees haben da allerdings Aufholbedarf. Fortsetzung folgt. (dat)