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Festival

„Design ist überall“ – und nun auch in der Brigittenau

Der heurige Fokusbezirk der Vienna Design Week ist die Brigittenau.Vienna Design Week
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Die Vienna Design Week startet wieder: Mit neuem Direktor und der Brigittenau als Hauptschauplatz.

Wien. Österreichs größtes Design-Event feiert heuer sein 15-jähriges Jubiläum. Von Freitag bis 3. Oktober findet die Vienna Design Week an über 50 Standorten in ganz Wien statt. Neu ist neben der Brigittenau als Fokusbezirk auch der Direktor: Gabriel Roland löste Lilli Hollein, jetzige Direktorin des Museums für angewandte Kunst (MAK), als neuer Leiter ab.

Ungewöhnliche Schauplätze

Für das Festival gehe man gerne an Orte, die man normalerweise nicht mit Design verbinde, so Roland. Im Zentrum stehe die Frage, was Gestaltung tun könne, um Gegenstände des Alltags lustvoll näher zu bringen. „Design ist überall“, sagt der Festival-Direktor.

So wurde im Rahmen des Festivals etwa ein ehemaliges Bahnviadukt durch eine Stiege zugänglich gemacht, um einen neuen Raum nach Vorbild der New Yorker High Line zu schaffen. Hier wird etwa ein Konzert oder eine Ausstellung von Stadtbahnmöbeln zu sehen sein.

Weiters  wurde am Gelände des alten Nordwestbahnhofs eine Freiluft-Installation errichtet, bei der die Grundrisse der ehemaligen Bahnhofshalle rekonstruiert werden. Sie ist ein trauriges Erinnerungsmal, da von hieraus im zweiten Weltkrieg österreichische Juden und Jüdinnen deportiert wurden.

Spaziergänge durch den Bezirk

Die Brigittenauer Festivalzentrale am Sachsenplatz ist das Herzstück des Festivals. Zunächst unscheinbar, gelangt man über einen gepflasterten Innenhof ins Zentrum des zehntägigen Events. Denn hier werden Designinnovationen vorgestellt: Von Möbeln, Lampen bishin zu Produkten aus Lebensmittelabfällen. Zudem gibt es neugestaltete Mineralwasserkisten oder eine bepflanzte Gartendsuche zu sehen.

Bei dem Format „Urban Food & Design“ in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsagentur Wien geht es beispielsweise um Design in der Lebensmittelproduktion. Mithilfe einer interaktiven Installation können Besucher eine etwas andere Einkaufssituation erleben und sich mit Konsum und Nahrungsquellen auseinandersetzen.

Neben der Ausstellung stehen aber auch Workshops, Diskussionsrunden und Führungen durch den Bezirk am Programm. So können bei geführten Spaziergängen Gemeindebauten oder die Wehr- und Schleusenanlage Nussdorf betrachtet werden.

Für Direktor Gabriel Roland sind dabei vor allem die Reaktionen der Besucherinnen und Besucher das Spannende. „Es ist uns ein großes Anliegen, die gewohnten Pfade zu verlassen“, erklärt er. Mit dem Festival möchte man außerdem der breiten Bevölkerung Zugang zu Architektur und Design ermöglichen. 

Nähere Informationen: https://www.viennadesignweek.at/