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Interview

„EU muss Eurobonds ausstellen können“

Getty Images
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Italiens Senator und Ex-Premier Mario Monti über seine Erfahrungen mit Angela Merkel, die Austerität und den Maastricht-Vertrag.

Senatore, welche Erinnerungen haben Sie daran, wie Sie während der Euro-Krise als neuer Ministerpräsident auf Angela Merkel trafen und die von ihnen strenge Sparmaßnahmen forderte, um den wirtschaftlichen Kollaps zu verhindern, während Ihre Bevölkerung dagegen protestierte?

2011 durchlebte Europa gerade einen extrem schwierigen Moment. Zwar zeigte die Kanzlerin mir deutlich ihre Unterstützung. Doch es war klar, dass die Stabilisierung Italiens in einem Rahmen stattfinden müsste, mit dem auch der damalige Finanzminister, Wolfgang Schäuble, und die deutsche öffentliche Meinung einverstanden sein würden. Wir setzten dann schnell Reformen um, doch der Druck der Märkte auf Italien ließ nicht nach, die Zinsen auf Staatsanleihen sanken nicht.

Der Wendepunkt kam, als der damalige EZB-Chef Mario Draghi ankündigte, Staatsanleihen aufzukaufen.