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Song der Woche

Alessia Cara mit „Best Days“: Das war das erste Lebensviertel

Alessia Cara
Alessia Cara
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Ernste Jugend: „Know-It-All“ und „The Pains of Growing“ hießen die ersten zwei Alben von Alessia Cara, geboren 1996 in Ontario. Nun erscheint ihr drittes, „In the Meantime“.

Alessia Cara: „Best Days“. Die frühen Zwanzigerjahre sind für viele Menschen die Lebensphase, in der sie erstmals zurückblicken – und ihnen bangt: Was, wenn das jetzt schon die besten Tage waren? Wenn nichts Wichtiges mehr kommt? Genau diese trüben Fragen bilden den Refrain dieses Songs: „What if my best days are the days I've left behind? And what if the rest stays the same for all my life?“ Bis dahin handelt es sich um eine konventionelle, etwas biedere Klavierballade, dann – nach bitter-existenziellen Zeilen: „You live and then you die, but the hardest pill to swallow is the meantime“ – öffnet sich ein weiteres Klangspektrum. Zunächst hört man Klirrgeräusche wie vom Gläserspülen nach einer Party, leicht unheimlichen Hall, Handtrommeln. Es wird orchestral, kurz türmt sich eine Klangmauer à la Phil Spector auf, eine Geige wagt sich fast in dissonante Gefilde . . . Und dann ist der Song vorbei, und mit ihm das erste Lebensviertel.

Den Song der Woche küren allwöchentlich Thomas Kramar („Die Presse“) und Christoph Sepin (Radio FM4). Zu hören ist er am Sonntag zwischen 19 Uhr und 21 Uhr auf FM4. Weitere Infos auf www.diepresse.com/songderwoche und www.fm4.ORF.at.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.09.2021)