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Theaterkritik

Peymanns Spiel mit dem Tod unter Sternen

Präzise Tragikomik: Lore Stefanek als erste Königin, Johannes Krisch als Leibarzt, Bernhard Schir als König, Maria Köstlinger als zweite Königin.(c) Lukas Pichelmann
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In den Kammerspielen der Josefstadt inszeniert Claus Peymann „Der König stirbt“ von Ionesco präzise als zugleich tief tragisches und höchst lächerliches Endspiel.

Ein Mensch muss sterben, seine Zeit läuft ab, seine Welt schwindet. Darum geht es in „25 Minutes To Go“ von Johnny Cash, und darum geht es auch in „Der König stirbt“ von Eugène Ionesco. Der Vergleich mit dem „Jedermann“ liegt nahe, wurde auch schon oft gezogen, doch bei Ionesco gibt es kein Gewissen, keine Reue und kein Gericht, keine überirdischen Mächte, die um die Seele kämpfen. Nur den Skandal des Todes, den Schrecken der Leere. Er macht dieses Theater aus, und ihn meint Margarete, die erste Frau des Königs, wenn sie an einer Stelle ruft: „Schluss mit dem ganzen Theater!“