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Deutschland-Wahl

Armin Laschet bleibt auch bei der Stimmabgabe eine Panne nicht erspart

GERMANY-POLITICS-VOTE-ELECTION
Susanne und Armin Laschet gaben in Aachen ihre Stimme ab(c) APA/AFP/POOL/THILO SCHMUELGEN (THILO SCHMUELGEN)
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Als Laschet den Zettel in die Urne warf, konnten alle Umstehende sehen, was er angekreuzt hatte. Das ist in Deutschland eigentlich nicht erlaubt.

Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet hat bei der Stimmabgabe zur Bundestagswahl in Deutschland seinen Stimmzettel falsch gefaltet. Als Laschet den Zettel in einem Wahllokal in Aachen in die Urne warf, konnten Umstehende sehen, was er angekreuzt hatte. Fotografen hielten den Moment auf Bildern fest. Wegen des Wahlgeheimnisses ist es an sich nicht erlaubt, seinen Stimmzettel offen einzuwerfen. Laut dem Bundeswahlleiter ist die Stimme allerdings gültig.

Der Wähler müsse ihn "in der Weise falten, dass seine Stimmabgabe nicht erkennbar ist", heißt es auf der Website des Bundeswahlleiters. Sollte die Stimmabgabe erkennbar sein, müsste der Wahlvorstand den Wähler zurückweisen. Dies diene dazu, andere Wählende nicht zu beeinflussen. Normalerweise wird im Wahllokal darauf hingewiesen, wie der Zettel gefaltet werden muss.

Bundeswahlleiter Georg Thiel erklärte kurz darauf auf Twitter: "Ein bundesweit bekannter Politiker hat wie erwartet seine eigene Partei gewählt. Eine Wählerbeeinflussung kann darin nicht gesehen werden." Bei einer "Fehlfaltung" teilt der Wahlvorstand demnach einen neuen Stimmzettel aus - gelangt der offen eingeworfene Zettel dennoch in die Wahlurne, "kann er nicht mehr aussortiert werden und ist gültig".

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Germany goes to the polls in the German federal elections
Für wen Laschet gestimmt hat, war deutlich zu erkennen(c) REUTERS (THILO SCHMUELGEN)

(APA/AFP)