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Evergrande Hauptquartier in Shenzhen/China
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China

Der Mann hinter den Milliardenschulden von Evergrande

Bei dem mit über 300 Milliarden Dollar verschuldeten Konzern Evergrande spitzt sich die Situation zu. Verantwortlich für das Debakel ist vor allem Firmengründer Xu Jiayin.

Peking. Der angeschlagene chinesische Immobilienkonzern Evergrande hält China und die internationalen Finanzmärkte weiter in Atem. Am Freitag ließ das Unternehmen eine wichtige Zahlungsfrist von knapp 84 Millionen Dollar an Geldgeber aus dem Ausland kommentarlos verstreichen. Der Schuldenberg des Konzerns beträgt bereits über 300 Milliarden Dollar. Ein offizieller Zahlungsausfall kann zwar erst in weiteren 30 Tagen festgestellt werden. Dennoch ist die Lage des Konzerns mehr als dramatisch.

Laut „Wall Street Journal“ soll die Führung in Peking Lokalregierungen dazu aufgefordert haben, sich auf ökonomische und soziale Folgen einer Pleite des Konzerns einzustellen. Dieser wohnt die Gefahr von sozialen Unruhen inne: Immerhin warten rund 1,4 Millionen Käufer auf den Bau oder die Fertigstellung von Evergrande-Wohnungen. Damit diese nicht leer ausgehen, sollen laut Finanzmagazin „Caixin“ Lokalregierungen von mindestens acht Provinzen bereits Ende August Sicherheitskonten eingerichtet haben, um sicherzustellen, dass die Gelder von Immobilienkäufern für die Fertigstellung von Bauvorhaben verwendet werden, und nicht für Rückzahlungen an Gläubiger.