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Analyse

Deutschlands Schicksal liegt in den Händen von Grünen und FDP

Nach dem Wahlkampf ist vor der Koalitionsverhandlung: Die Grünen und die FDP werden zu Kanzlermachern.(c) imago images/IPON (Stefan Boness/Ipon via www.imago-images.de)
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Wer Kanzler wird, hängt von den Plänen zweier Kleinparteien ab. Eine Analyse der zwei wahrscheinlichsten Optionen für eine Regierung.

In einer ehemaligen Sporthalle für US-Soldaten auf dem aufgelassenen Flugfeld Tempelhof in Berlin hatten die Grünen ihre Wahlparty eingemietet. Dort tanzte die Basis am Sonntag noch unter Scheinwerfern, als die Parteispitze sich bereits auf den Ernst der nächsten Tage vorbereitete.

Mit der Kanzlerschaft wurde es nichts, es bleibt die Rolle als Kanzlermacher. Selbst diese muss sich die Partei mit der wirtschaftsliberalen FDP teilen. Denn die erstplatzierte SPD kam nur auf 25,7 Prozent, die Union landete bei 24,1 Prozent. Neben der ungeliebten Großen Koalition, der GroKo, sind nur Dreierbündnisse mit den Grünen (14,8 %) und der FDP (11,5 %) möglich.

Kurz nach der Wahl machte FDP-Chef Christian Lindner mit einem Vorschlag auf sich aufmerksam: Die beiden Kanzlermacher-Parteien sollten zuallererst miteinander sprechen. „Vorsondierungen“ nannte er die Treffen. Die Grünen erklärten sich zu diesen Gesprächen bereit, es gebe viele Gräben zwischen den politischen Vorstellungen der beiden Parteien. „Da treffen Welten aufeinander“, sagte etwa der grüne Co-Vorsitzende Robert Habeck nach einer Vorstandssitzung am Montag.