Oft geht es um Musik in Rebecca Horns kinetischen Objekten und Installationen, doch nie hört man sie. Dafür knackst und surrt die Mechanik.
BA Kunstforum

Rebecca Horns Mechanik aus Zartheit und Härte

Die Grande Dame der deutschen Kunst Rebecca Horn hat ihre Automaten aus Pfauenfedern und Messerspitzen wieder nach Wien entsendet. Die erste große Retrospektive seit jener vor 30 Jahren ist auch tatsächlich groß.

Nehmen wir dieses Klavier als lichten Anker, als Ausgangspunkt, es ist ist uns schon vertraut. Der spektakulär kopfüber von der Decke hängende Konzertflügel bildete vor einem Jahr in der Beethoven-Ausstellung des KHM so etwas wie den Auftakt dieser ersten großen Retrospektive Rebecca Horns in Wien seit 30 Jahren. Womit dem BA Kunstforum, wo in den vergangenen Jahren so viele wundervolle Künstlerinnen-Personalen von Frida Kahlo bis Meret Oppenheim stattfanden, tatsächlich Besonderes gelang.

Auch dank Kuratorin Bettina B. Busse, die sich speziell dafür eingesetzt hat, eine ihrer Lieblingskünstlerinnen wieder in diese Stadt zu holen, in der das herausragende Werk dieser herausragenden Künstlerin – sagen wir kinetische Bildhauerin zu ihr – so passgenau eine unbewusste Lücke füllt. Denn Kunst mit Musikinstrumenten, Klavieren, Geigen, Trompeten wird hier aus naheliegenden Gründen tunlichst vermieden. Außer man heißt – und ist so gut – wie Constantin Luser (den man in enger Beziehung zu Horn verstehen kann).

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