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Postenbesetzung

Ex-"Standard"-Journalist wird Chefstratege im Außenamt

Christoph PrantnerPrantner/privat/CC BY-SA 4.0
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Der Südtiroler Christoph Prantner, zuletzt NZZ-Korrespondent in Berlin, übernimmt im November die Stabsstelle Strategie. Neue Kabinettschefin von Außenminister Schallenberg wird die bisherige Botschafterin in Israel, Hannah Liko.

Neuer Chef-Stratege im Wiener Außenamt wird ein Südtiroler Journalist: Christoph Prantner, derzeit noch Berlin-Korrespondent der „Neuen Zürcher Zeitung", übernimmt im November die Leitung der Stabsstelle Strategie, die direkt bei Außenminister Alexander Schallenberg angesiedelt ist. Das bestätigte die Sprecherin des Ministers, Claudia Türtscher, im Gespräch mit der „Presse".

Die Position war zuletzt verwaist. Sebastian Kurz hatte sie 2013 als damaliger Außenminister geschaffen. Erster Chef-Stratege war übrigens Schallenberg selbst. Er erwartet sich nun neue Perspektiven und Ideen von Christoph Prantner, den er seit langem kennt. Der versierte Journalist und Analytiker soll einen kritischen Blick von außen einbringen.

Ressourcenausstattung mäßig

Prantner arbeitete von 1997 bis 2020 für den „Standard", wo er von 2007 bis 2013 das außenpolitische Ressort und danach die Meinungsseiten leitete. Der 50-Jährige gilt als Experte für die USA, die Europäische Union und insbesondere Deutschland. Er ist Stammgast der Münchner Sicherheitskonferenz, dem alljährlichen Treffen der „Transatlantiker". Anders als in den Außenministerien von Paris, Berlin oder Madrid stehen der Stabsstelle Strategie in Wien indes kaum Ressourcen zur Verfügung. Mehr als eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter wird Prantner wohl kaum haben.

Neue Kabinettschefin von Außenminister Schallenberg wird, wie „Die Presse" erfuhr, Hannah Liko, derzeit Botschafterin in Israel. Sie folgt Thomas Oberreiter nach, der übrigens auch kurz Leiter der Strategiestelle gewesen war und nun die Europa-Sektion übernimmt. Deren bisheriger Leiter, Andreas Riecken, bekleidet jetzt das Botschafteramt in Peking. Schallenberg hatte die Personalentscheidungen intern bereits vor drei Wochen bei der Botschafterkonferenz bekanntgegeben.