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Erfolgsforschung

Wer Anerkennung sucht, wird sie nicht finden

Pixabay
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Was unterscheidet Topmanager und Spitzensportler von normalen Bürgern? Die Einstellung natürlich. Eine Studie liefert interessante Details.

Erfolg ist (auch) Einstellungssache – soweit das erste, noch erwartbare Ergebnis der von Marketagent in Zusammenarbeit mit Leitbetriebe Austria und Sports Selection durchgeführten Studie „It’s all about success“.

Erhellender sind vier Details, für die Einstellungen von 500 „Normalbürgern“ denen von 35 Topmanagern und 31 Spitzensportlern gegenübergestellt wurden:

  • Wer primär nach Anerkennung strebt, wird sie nicht finden. Die Motivation muss von innen kommen. Während 38 Prozent der Gesamtbevölkerung der Aussage „Erfolg ohne Anerkennung ist wertlos“ zustimmen, sind es bei Managern nur 26 und bei Sportlern gar nur 13 Prozent. Fazit der Studienleiterin Lisa Patek: „Wer nur erfolgreich sein will, um Lorbeeren zu ernten, hält letztlich nicht durch.“

  • Erfolg ist das Ergebnis von hohem Zeit- und Arbeitseinsatz. Während 63 Prozent der Bevölkerung den Weg zum Erfolg als „beschwerlich“ empfinden, sind es nur 55 Prozent der Sportler und gar nur 31 Prozent der Manager. Gleichzeitig betrachten aber signifikant mehr Spitzensportler und Führungskräfte Erfolg als Ergebnis „harter Arbeit“. Deutlich weniger als die Gesamtbevölkerung billigen „Glück“ oder „Talent“ eine entscheidende Rolle zu. Patek: „Objektiv ist der Arbeitsdruck im Management und im Sport mindestens so hoch wie das die Gesamtbevölkerung annimmt, doch offenbar empfinden ihn die wirklich erfolgreichen Menschen als gar nicht so belastend.“

  • Erfolgreiche zeigen hohe Frustrationstoleranz, wenn es mal nicht klappt. Als vielleicht wichtigste Fähigkeit, um voranzukommen, erweist sich der Umgang mit Misserfolg. So sind Topmanager und Spitzensportler beinahe geschlossen optimistisch, Krisen gut zu überwinden und setzen sich nach Rückschlägen schnell neue Ziele. In der Gesamtbevölkerung trifft dies auf zwei Drittel zu. Im Gegensatz zu erfolgreichen Sportlern und Managern lassen sich die Normalbürger leicht aus der Bahn werfen und nehmen sich Rückschläge sehr zu Herzen.

  • Erfolgreiche rappeln sich schneller wieder auf. Das ebenfalls erhobene „Resilienzbarometer“ spiegelt die Fähigkeit wieder, Rück- und Fehlschläge zu verkraften. Hier erreichten die Normalbürger einen Wert von 20, während es bei Topmanagern satte 52 und bei Spitzensportlern gar 71 Prozent sind. Schlussfolgerung der Autorin: „Es gibt keinen Erfolg ohne Misserfolg, keine Siege ohne Niederlagen.“ Auf die gilt es sich genauso einzustellen.