Eine entzückende kleine Biografie über Peter Pakesch verleitet zum Weiterdenken. Die Wiener Galerienszene bietet dafür auch viel neuen Stoff.
Daraus sollte unbedingt eine Serie werden: Das Büchlein „Warum ich beschloss, Peter Pakesch zu mögen“ von Peter Stephan Jungk (Müry Salzmann Verlag) ist eine ungewöhnlich entzückende Biografie, eigentlich eine Doppelbiografie: Der Autor streut immer wieder seine eigenen Sichtweisen auf Kunst, bestimmte Situationen und die tatsächlich nicht gerade Sympathie heischende Person dieses Galeristen, Direktors und Lassnig-Stiftungsleiters ein. Die Buchpräsentationen starten übrigens kommenden Dienstag in Wien in der Galerie Charim.
Ich sehe schon Kolleginnen und Kollegen ebenfalls die Feder spitzen: „Warum ich beschloss, Agnes Husslein zu mögen“ stünde da wohl ganz oben, gefolgt von Gerald Matt, Klaus Albrecht Schröder oder – gattungsübergreifend – Bogdan Roščić. Man könnte natürlich auch dialektisch weiter gehen, etwa mit „Warum ich beschloss, Stella Rollig nicht zu mögen“. Aber das wird womöglich zu verwirrend.