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Öffentlicher Verkehr

Klimaticket gilt ab 26. Oktober für ganz Österreich

(210219) -- VIENNA, Feb. 19, 2021 -- A tram drives across the street in Vienna, Austria, Feb. 19, 2021. Around 574 milli
Alle Öffis, auch jene in Wien, sind ab dem 26. Oktober in dem Klimaticket inkludiert.(c) imago images/Xinhua (Guo Chen via www.imago-images.de)
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Das österreichweite Ticket gilt für ganz Österreich in allen öffentlichen Verkehrsmitteln ab 26. Oktober. Auch in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland.

Gerade noch rechtzeitig: Einen Tag vor dem Vorverkaufsstart des neuen Klimatickets konnte die Verkehrsministerin Leonore Gewessler die Einigung mit Wien, Niederösterreich und Burgenland verkünden. Somit ist die Liste mit allen neun Bundesländern komplett und das neue Öffi-Ticket für Österreich gilt nun auch wirklich bundesweit.

„Wir haben es geschafft. Ein Ticket für alle Öffis in ganz Österreich“, sagte Gewessler am Donnerstag. Die Einigung war schon am Vortag bekannt geworden, bei einem Pressetermin präsentierten die Ministerin sowie die Landeshauptleute Michael Ludwig (Wien), Johanna Mikl-Leitner (Niederösterreich) und Peter Doskozil (Burgenland) die Details. So wird das Ticket für alle Bundesländer bereits am 26. Oktober gelten. 

Das Ticket stehe seit 15 Jahren im Regierungsprogramm, sagte die Ministerin. Sie verstünde, dass die Menschen langsam ungeduldig werden. Deswegen freue sie sich umso mehr: „Es ist ein großer Tag. Für die Menschen in Österreich. Für das Klima und den öffentlichen Verkehr“.

Auch Mikl-Leitner stimmte in den Lobgesang mit ein: „Es ist ein Freudentag“, dem aber lange Verhandlungen vorausgegangen seien. Eine Bedingung der Ostregion sei es gewesen, dass es alle drei geplante Stufen gebe, also ein Ticket für ein Bundesland, für zwei aneinandergrenzende Länder sowie für ganz Österreich. Wien, Niederösterreich und Burgenland sei nun die einzige Region, wo es all diese Stufen gebe.

Das Stufenmodell in der Ostregion wird ab 26. Oktober wie folgt eingeführt:

  • Ein „Regionalticket" für Niederösterreich und Burgenland (als eine gemeinsame Region) um 550 Euro
  • Ein „Metropol-Regionalticket“ für die gesamte Ostregion Wien, NÖ und Burgenland um 915 Euro 
  • sowie das „Klimaticket Now“ für ganz Österreich um 1095 Euro.

Jene Niederösterreicher, die jetzt schon eine VOR-Jahreskarte (Wien, NÖ, Burgenland) besitzen, bekommen automatisch eine Gutschrift. Für Pendler nach Wien versicherte Mikl-Leitner: Es werde für niemanden teurer werden. Dort, wo man bereits heute günstiger unterwegs sei, bleiben die Streckentarife erhalten.

  • Ab Vorverkaufsstart am Freitag bis 26. Oktober kostet das Klimaticket für ganz Österreich 949 Euro. Für alle unter 26 und für Senioren gibt es eine Ermäßigung auf 821 Euro, mit den 15 Prozent Rabatt zum Start sind es 699 Euro.
  • Regionaltickets gibt es in fast allen Bundesländern - außer in Kärnten, wo derzeit intensiv darüber verhandelt wird. Allerdings zu unterschiedlichen Preisen. In Wien gibt es das Jahresticket um 365 Euro pro Jahr. In Vorarlberg kostet die regionale Bundeslandkarte beispielsweise 385 Euro, in Salzburg 595 Euro und in Tirol 509,40 Euro. Am teuersten ist Oberösterreich, hier kostet das Ticket für das gesamte Bundesland 695 Euro. Die Steiermark startet am 1. Jänner ihr Regionalticket um 588 Euro.

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Wien und Bund: Ein schwieriges Verhältnis

In Wien sei man ja ohnehin Vorreiter beim öffentlichen Verkehr, insbesondere durch das 365-Euro-Jahresticket, sagte Bürgermeister Michael Ludwig. Doch auch er freue sich, gemeinsam mit dem Burgenland und Niederösterreich die Entwicklung eines klimafreundlichen Verkehrsangebots in der Ostregion weiter auszubauen. In Richtung Ministerin Gewessler verlor der Bürgermeister kein Wort. Was wohl an dem noch nicht beigelegten Konflikt um den geplanten Lobautunnel liegt. Über diesen habe man in den Verhandlungen nicht gesprochen, sagten Gewessler sowie Ludwig auf die Frage eines Journalisten. Er halte aber weiterhin an dem Projekt fest, sagte Ludwig.

Versöhnlicher trotz der schwierigen Verhandlungen zeigte sich Doskozil: „Wir sind mit der derzeitigen verkehrspolitischen Ausrichtung des Verkehrsministeriums sehr zufrieden.“ Dieses Klimaticket sei ein erster, wichtiger Schritt, der zeige, wo es hingehen muss: Klimapolitik und ein klimafreundliches Leben müsse für alle leistbar sein, sagte Doskozil.

(twi)