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Die Bilanz

Auf dem sicheren Weg zum politischen Blackout

Getty Images
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Der von vielen Experten befürchtete großflächige Zusammenbruch des Stromnetzes wird eher ideologische als technische Ursachen haben: Wenn die Physik der Politik folgen muss, dann ist die Katastrophe wohl vorprogrammiert.

Zweimal ist Europa in diesem Jahr schon haarscharf an einem Albtraumszenario vorbeigeschrammt: Dem großflächigen Ausfall der Stromversorgung. Ein solcher „Blackout“, da sind sich die Experten einig, würde, wenn er länger dauert, zu chaotischen, anarchischen Zuständen führen.

Wie realistisch ist ein solches Szenario? Immerhin haben die Stromgesellschaften dieses Ereignis ja beide Male rechtzeitig eingefangen. Wenn auch mit lokalen Verwerfungen, nämlich großflächigen „Lastabwürfen“, wie die temporäre Wegschaltung von Großverbrauchern zwecks Netzstabilisierung so schön genannt wird.

Man könnte also sagen, dass die Techniker die Sache relativ gut im Griff haben. Dass die Angst vor dem großen Blackout trotzdem so sehr steigt, dass in Österreich schon das Bundesheer zu Blackout-Übungen schreitet, hat freilich einen besonderen Grund: Der stark steigende Anteil von destabilisierendem „Flatterstrom“ aus Wind- und PV-Kraftwerken im Netz. Der ist nämlich nur sehr schwer prognostizierbar. Und noch schwerer beherrschbar, weil diesen Erzeugungskapazitäten ja gesetzlich absoluter Vorrang eingeräumt wurde.

Soll heißen: Welche Kapriolen auch immer Wind und Wetter schlagen – die Stromgesellschaften müssen diese Produktion auf jeden Fall abnehmen und zusehen, wie sie das in ihren Netzen unterbringen. Denn dort muss immer genau so viel Strom eingespeist werden, wie gerade abgezapft wird. Wind und Sonne scheren sich aber nicht darum.