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Literatur

Kinderbuch-Tipp: Wenn ein Wirbelsturm im Kopf tobt

(c) Beltz
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Ein Mädchen ist verschwunden. Ein anderes, dessen Gehirn nicht funktioniert wie die meisten, versucht aus bruchstückhaften Erinnerungen ein Bild zusammenzusetzen.

"Manchchmal wünschte ich, meine Wut hätte ein Frühwarnsystem, hat sie aber nicht. Wie ein Tornado, der ohne Unwetterwarnung aus heiterem Himmel kommt, wechselte meine Laune von entspannt auf stinksauer." Tornados sind die große Leidenschaft von Frankie, und das schon, seit sie im Kindergarten einem sehr, sehr nahe kam. Damit es sich weniger so anfühlt, als würde einer der Wirbelstürme in ihrem Kopf toben, braucht sie viel Routine. Als ihre (ehemals) beste Freundin Colette verschwindet, ist es damit freilich vorbei. Die Polizei befragt sie, es beginnt eine große Suchaktion. Fragen und Erinnerungen türmen sich in Frankies Kopf auf, und in vielen Rückblicken wird das Bild einer tiefen Freundschaft gezeichnet, die - freilich - kompliziert ist.

Der US-Amerikanerin Cat Patrick ist mit "Tornado im Kopf" ein beeindruckender Roman gelungen, der ebenso feinfühlig wie unsentimental die Herausforderungen eines Lebens mit einer neurologischen Normabweichung beschreibt. Vor allem aber auch ein Roman über Freundschaft und Geschwisterliebe, bei dem sich die Spannung langsam und stetig aufbaut. Denn da gibt es ein altes Büchlein mit einer Liste von Mutproben. Kann das Verschwinden des Mädchens damit zusammenhängen?

Cat Patrick: Tornado im Kopf. Aus dem Englischen von Petra Knese. 271 Seiten, € 13,99. Alter: Ab 11 Jahren. (Beltz & Gelberg)

(c) Beltz