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Rowan Atkinson in "Johnny English".
Streamingtipps

Die besten James-Bond-Parodien

Die Welt wird wieder vom „James Bond“-Fieber geschüttelt. Für alle, denen der Superspion noch nicht selbstironisch genug ist, gibt es eine ganze Reihe von „Bond“-Persiflagen als probates Antidot.

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Johnny English

Mr. Beans Blödelbond, 2003
Zu sehen auf Sky (Teil 1) und auf Amazon (Teil 2)

Eines haben der neue „Bond“-Film „Keine Zeit zu sterben“ und das erste „Johnny English“-Abenteuer gemeinsam: Beide werden von einer Explosion auf einem Friedhof in Gang gesetzt. Hier enden schon die Parallelen, denn der vom britischen Meisterkomiker Rowan Atkinson verkörperte Antiheld dieser „Bond“-Persiflage kann vom glamourösen Agentenleben nur träumen.

Als blasser Geheimdienst-Bürohengst fristet er sein Dasein im Schatten cooler Doppelnullen. Doch als diese gesammelt das Zeitliche segnen, wird er in die Bresche geschmissen. Ein eitler Franzmann, natürlicher Feind aller Briten (genüsslich outriert von John Malkovich), greift dreist nach der englischen Krone. Ob der Patriot English ihm das Handwerk legen kann? Atkinsons erfolgreichste Schöpfung seit „Mr. Bean“ ist im besten Sinne altmodisch: Die Inszenierung ist schnörkellos, das Timing sitzt, die Pointen landen punktgenau. Und in einer Hinsicht trifft die Parodie den Nagel auf den Kopf: Wer sich nichts sehnlicher wünscht, als James Bond zu sein, ist dieser neurotisch-tölpelhaften Karikatur wohl oft ähnlicher, als ihm lieb ist. Übrigens: Schon in „Sag niemals nie“ gab Atkinson an der Seite Sean Connerys eine mit Johnny English vergleichbare Witzfigur. (and)

Spy

Spionin mit Schnauze, 2015
Zu sehen auf Netflix, Sky, Disney+

Noch eine Superagentin aus der zweiten Reihe: Susan Cooper (Melissa McCarthy) spielt die CIA-Souffleuse für den Spionage-Platzhirsch Bradley Fine (Jude Law). Als er hops geht, springt sie ein. Der Unterschied zu Johnny English? Cooper hat es drauf, sie muss nur über ihren Schatten springen. Schon der Sprüche wegen ein Vergnügen. (and)

True Lies

Agent mit Augenzwinkern, 1994
Zu sehen auf Netflix

Was belebt den ewiggleichen Vorstadtalltag mehr als ein paar Nahtoderfahrungen? Arnold Schwarzenegger ist in dieser Actionkomödie ein Geheimagent, der daheim den braven Aktenklauber mimt. Seine gelangweilte Ehefrau (Jamie Lee Curtis) wiederum lässt sich mit einem Autohändler ein, der so tut, als wäre er Spion. All das fliegt auf, und bei der gemeinsamen Verfolgungsjagd stellt sich heraus: Auch die Hausfrau hat das Zeug zur Heldin. „Mr. & Mrs. Smith“ sind gut zehn Jahre später logische Nachfolger. Nebenbei zeigte Regisseur James Cameron mit „True Lies“: Er könnte ruhig öfter Komödien machen. (her)

OSS 117

Der „Spion, der sich liebte“, 2006
Zu sehen auf Amazon und Mubi

Schon vor seinem Oscar–Erfolg mit „The Artist“ drehte Michel Hazanavicius Pastiche-Filme mit Jean Dujardin: Über den Bond-Vorgänger Hubert Bonisseur de la Bath, in dieser Satire stark ausgestattet mit der Lizenz zur maßlosen Selbstüberschätzung. (and)

Casino Royale

Ein Käfig voller Narren-Bonds, 1967
Zu sehen bei Sky

Zur Dämmerstunde spielt James Bond (David Niven) Debussy. Seine Nachfolger? „Samt und sonders Scherzartikel-Spione“! Doch eine dunkle Bedrohung lockt den Agentenrentner aus dem Ruhestand. Und schickt ihn auf eine Schnitzeljagd voller Spassetteln und Schabernack. Dieser Film liefert den ultimativen Beweis: Die Star-Riege des Sixties war sich für nichts zu blöd. Von Peter Sellers bis Peter O'Toole, von Woody Allen bis Orson Welles: Sie alle haben im Bond-Fieber Clowns gefrühstückt. Sogar Ursula Andress und Jean-Paul Belmondo ulken hier mit, zum swingenden Takt von Burt Bacharach. Der neue „Casino Royale“ mit Daniel Craig ist Ihnen zu (bier-)ernst? Herzlich willkommen auf dem Narrenschiff! (and)

Looney Tunes: Back in Action

Zeichentrick-Agentenschreck, 2003
Zu sehen auf Netflix

Streng genommen ist Joe Dantes „Looney Tunes: Back in Action“ keine Bond-Parodie, sondern eine Antwort auf kultige Cartoon-Realfilme wie „Space Jam“ oder „Falsches Spiel mit Roger Rabbit“. Doch die Anspielungen auf die berühmte Agentenfilmreihe sind in dieser hyperaktiven Genre-Mischkulanz sonder Zahl. Sie reichen von Filmpostern im Hintergrund bis zum Cabrio mit eingebautem Martinischüttler – und eine wichtige Nebenfigur wird gar von Timothy Dalton gespielt. (and)

Abenteuer in Rio

Belmondo: Bond außer Atem, 1964
Zu sehen bei diversen Anbietern (ab € 2,99)

Die jüngst verstorbene Nouvelle-Vague-Legende Jean-Paul Belmondo war sich nie zu schade für die leichte Muse: Auch das auf der Bond-Welle reitende „Eurospy“-Genre beehrte er mit seiner ungehobelten Präsenz. Und zwar in einem der besten Beiträge dazu, Philippe de Brocas „Abenteuer in Rio“. Mehr kecke Action-Posse als Verspottung, betört der Film bis heute: Mit Drehorten in Brasília und der Energie des Darstellerduos Belmondo und Françoise Dorléac. (and)

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