Architektur

Bäume fällen ist leicht – auch im Wiener Augarten

Der Bestand alter Bäume ist gefährdet. Wenn neu gebaut wird, aus Haftungsfragen, weil das Bewusstsein für ihren Wert fehlt. Der Augarten ist das jüngste Beispiel.

Die positiven Wirkungen von Bäumen sind vielfältig, sie spenden Schatten, filtern die Luft und dienen der Erholung. Außerdem kommen sie als „nature-based solutions“ im Kampf gegen den Klimawandel zum Einsatz. Sie binden und verarbeiten CO2 und kühlen in immer heißer werdenden Städten. Diese wichtigen Klimafunktionen und Ökosystemleistungen haben in den jüngsten Jahren zu einem Umdenken geführt: So werden Gehölze zunehmend zu einem integralen Bestandteil der Stadtstrukturen – in Parks, auf Plätzen und in Straßenräumen, ja sogar auf Dächern und Fassaden dürfen sie mittlerweile wachsen.

Abweichend von der grundsätzlich steigenden Wertschätzung und Bereitschaft, möglichst viele neue Gehölze zu pflanzen, haben es Bestandsbäume hingegen schwerer. Unbedachte und vermeidbare Rodungen oder das systematisierte Kaputtschneiden von Bäumen – das liegt zum Teil an überzogenem Risikomanagement und unsachgemäßem Umgang – ist nach wie vor gängige Praxis. Dabei wäre gerade die Erhaltung ausgewachsener und somit voll klimawirksamer Großgehölze von besonderer Bedeutung.

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